Die Kärntner Regierungsmitglieder trafen sich gemeinsam mit den rot-schwarzen Chefs der Landtagsklubs am Wörthersee zur Klausur. Drei Schwerpunkte und 185 Projekte sind das Ergebnis des mehrstündigen Arbeitstreffens.
Für Landeshauptmann Daniel Fellner ist der Ort für die Regierungsklausur nicht zufällig gewählt. Immerhin sei das Schaukraftwerk Forstsee „voller Energie“.
Trotzdem stand das Treffen der roten und schwarzen Regierungsmitglieder unter Spannung. Immerhin ist das Budget des Landes angeschlagen und Sparen heißt das Gebot der Stunde. „Aber trotz des Sparkurses wollen wir nicht nur verwalten, sondern auch gestalten“, sagt Landeschef Fellner nach dem Treffen am Ufer des türkisblauen Wörthersees.
Dieser spielte auch beim Gedankenaustausch eine wichtige Rolle. Immerhin soll die neue Wasserschiene quer durch Kärnten auch im Wörthersee verlaufen. „Das ist ein enorm wichtiges Projekt für Kärnten und wird in Zukunft auch notwendig sein“, so Fellner, der damit rechnet, dass der Baubeginn noch in dieser Legislaturperiode starten soll.
Aber trotz des Sparkurses wollen wir nicht nur verwalten, sondern auch gestalten. Es stehen 185 wichtige Projekte für Kärnten an.
Daniel Fellner, Landeshauptmann
Die Wasserschiene ist aber nur eines von insgesamt 185 Projekten, die in den kommenden Jahren in Kärnten umgesetzt werden. „Es werden Investitionen von rund drei Milliarden Euro getätigt; natürlich nicht alles vom Land, aber von uns unterstützt.
Es werden mutige Schritte sein, die wir uns vorgenommen haben und wir scheuen uns auch nicht, diese heißen Eisen vor der Wahl anzugehen.
Martin Gruber, Landesvize
Eigens Schulterklopfen für die „Erfolge“
Neben den zahlreichen Projekten beschäftigten sich die Regierungsmitglieder auch mit der Strukturreform des Landes. „Es ist ein Erfolg. Wir arbeiten daran intensiv weiter“, sagt Landesvize Martin Gruber, der auch bei der Vermarktung des Landes neue Wege gehen möchte.
Und trotz der eigenen „Erfolge“ sehen die beiden Koalitionspartner noch weitere wichtige Schritte für diese Legislaturperiode. Unter anderem soll der Bau von Kleinwasserkraftwerken forciert und erleichtert werden, eine Deregulierung von behördlichen Hindernissen. „Damit sichern wir den Wirtschaftsstandort Kärnten.“
Für die beiden Parteichefs sei die Klausur nicht nur ein reines Arbeitstreffen, sondern auch „die Weichen für ein schlagkräftiges und starkes Kärnten wurden gestellt“ – und die Regierung sei in ihrer Arbeit näher zusammengerückt!
Wie viel davon im Landtagswahlkampf in rund zwei Jahren dann zu spüren sein wird, wird sich zeigen ...
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