Mit Pomp und Karacho ging die Fußball-WM am Sonntag zu Ende. Österreich verlor sportlich gegen die beiden Finalisten, war in Form des Opus-Hits „Live Is Life“ aber trotzdem global prominent im Endspiel vertreten. Nur in der ORF-Kommentatorenkabine nahm man davon keine Notiz.
Beim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag in New York gab es so einiges Interessantes zu deuten. Etwa, dass die schräg zusammengestellte Halbzeit-Show mit einer Playback-singenden Madonna, der musizierenden Muppet-Show und den dauergrinsenden Fußballlegenden Ronaldo und Ronaldinho an einen luziden LSD-Fiebertraum erinnerte.
Oder dass der ORF im Direktvergleich zum Privatsender ServusTV in vielerlei Hinsicht den Kürzeren zog. Das begann bei der veralteten Sitzordnung im Studio, ging weiter über farblose Spielanalysen und endete mit völliger Ignoranz:
Hier ein Video zum legendären Auftritt Maradonas zu „Live Is Life“:
Vom Kommentator mit keiner Silbe erwähnt
In der letzten „Hydration Break“ des Finalspiels wurden die ermüdeten Spieler und rund 81.000 Fans im Stadion mit „Live Is Life“ zum Endspurt gepeitscht. Dieser Welthit stammt von der heimischen Band Opus und brachte es durch ein Gaberl-Video von Diego Maradona schon vor Jahren zu globalem Ruhm.
Das registrierten Hunderte Millionen TV-Zuschauer, nicht aber ORF-Kommentator Thomas König, der dieses nicht unbedeutende Ereignis mit keiner Silbe erwähnte. Aber so ist das, wenn man lieber selbst im Mittelpunkt steht und sich in endlosen Plattitüden ergeht. Finaltauglich? Keineswegs.
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