Bäume pflanzen, lustige Tänze oder auf fahrenden Zügen mitfahren: Nicht jede Challenge in sozialen Medien ist harmlos.
Dieser Trend hätte nicht zurückkehren müssen: Jugendliche oder junge Erwachsene, die auf fahrende Züge springen und auf Dächern bei hohen Geschwindigkeiten mitfahren oder sich in Bahnhöfen an Waggons hängen und sich dabei mitfilmen. Die Videos landen in den sozialen Netzwerken, werden zu tausenden, ja millionenfach angesehen.
Bei den Nachahmern rückt die Gefahr solcher Aktionen – ein folgenschwerer Stromschlag durch die Oberleitung oder ein Sturz bei hoher Geschwindigkeit – in den Hintergrund. „Die Motivation für eine solche Aktion kann viele Ursachen haben“, erklärt Psychologin Tanja Thomas-Tammegger.
Gefahr für Klicks
Vielfach wollen die Jugendlichen vor der Gruppe brillieren oder in den sozialen Netzwerken möglichst viele Klicks generieren. Ein weiterer Grund für dieses riskante Hobby: der Wunsch, einfach etwas zu fühlen.
Was der Grund für das Zugsurfen jener Jugendlichen war, die am Wochenende die Koralmbahn für mehrere Stunden lahmgelegt haben, steht nicht fest. Bevor sie zu der Tat befragt werden konnten, sind sie geflohen. Die Ermittlungen laufen.
Wie gefährlich das Klettern auf Züge sowie das Mitfahren ist, beweisen Fälle aus der Vergangenheit. Im Vorjahr war ein Jugendlicher gestorben, nachdem er in Maria Saal auf einen Güterwagon geklettert war und einen Stromschlag erlitten hatte.
Auf der Wiener U-Bahnlinie U4 hat es gleich mehrere, teils tödliche Unfälle mit sogenannten „U-Bahn-Surfern“ gegeben. Sie waren von oben auf die Dächer der U-Bahn gesprungen und waren unter anderem mit ihren Körpern gegen Brückentragwerke geprallt.
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