Alpen-Adria-Uni

Protest: „Hände weg von unseren Universitäten“

Kärnten
28.05.2026 17:06

Rund 1100 Demonstrierende versammelten sich einen Tag nach dem Wiener Protest lautstark vor der Klagenfurter Universität. Sie wollen sich gegen die geplanten Budgetkürzungen der Bundesregierung wehren.

Fassungslos – so zeigte sich die Menschenmasse vor der Alpen-Adria-Universität (AAU) am Donnerstag (siehe Umfrage unten). Die angekündigten Sparmaßnahmen – von 2028 bis 2030 will die Bundesregierung die Finanzierung der heimischen Unis ja von 16,1 auf 15,5 Milliarden Euro reduzieren – würden massive Einschnitte für die Zukunft der Forschung bedeuten.

Studierende und Uni-Bedienstete protestierten am Donnerstag gegen die geplanten Budgetkürzungen.
Studierende und Uni-Bedienstete protestierten am Donnerstag gegen die geplanten Budgetkürzungen.(Bild: Handler Wolfgang)
Rektorin Ada Pellert (3. v.re.) will sich gegen die „unüberlegte Sparpolitik“ des ...
Rektorin Ada Pellert (3. v.re.) will sich gegen die „unüberlegte Sparpolitik“ des Bundesregierung wehren.(Bild: Handler Wolfgang)

Und damit nicht genug: „Universitäten sind nicht nur die Säulen der Demokratie, sondern stärken auch den Standort“, stellt AAU-Rektorin Ada Pellert klar. „Wie genau soll die Zukunft ausschauen ohne eine starke Uni Klagenfurt?“, fragt sie und antwortet gleich selbst: „Schlecht!“

Denn eine sinkende Ausbildungsqualität ziehe unmittelbar den Verlust der Innovationskraft nach sich. Das würde auch der wirtschaftlichen Dynamik langfristig schaden.

Die Kürzung heißt für die AAU konkret: Einbußen von mehr als 50 Millionen Euro. „85 Prozent des Budgets sind Personalkosten. Das ist ein Kahlschlag, den wir nicht verkraften können“, so Pellert. In ihrer Rede zitierte sie den zuständigen Landesrat Peter Reichmann: „Bildung ist unser wichtigstes Kapital“, ließ er seinen Parteikollegen in Wien ausrichten.

Katharina Schrinko, Kronen Zeitung

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