Über 20.000 Teilnehmer

Uni-Großdemo gegen Sparpaket zieht durch Wien

Wien
27.05.2026 13:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit Mittwochmittag läuft die Großdemonstration der Wiener Studierenden, Lehrer und Uni-Mitarbeiter, die gemeinsam gegen die geplanten Kürzungen auf die Straße gehen. Rund um die TU Wien am Karlsplatz und die Hauptuniversität am Ring dürfte es deshalb zu erheblichen Verzögerungen im Öffi- und Autoverkehr kommen.

Laut ÖAMTC ist seit 12 Uhr wegen zweier Demonstrationen unter dem Motto „Milliardenkürzungen bei den Unis? Nicht mit uns“ mit zeitweisen Sperren auf der Ringstraße und am Karlsplatz zu rechnen. Der erste Demozug mit tausenden Protestierenden startete unter brütender Hitze bei der Technischen Universität (TU) Wien am Karlsplatz. Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) Wien sprach laut eigenen Angaben sogar von 21.000 Teilnehmenden noch vor Beginn des Protestzugs.

Der Protestzug führte über die Friedrichstraße, die Operngasse und die Ringstraße bis zur Universität Wien, wo sich die Studierenden zu einer zweiten Veranstaltung versammelten. Nach mehreren Kundgebungen marschieren die Teilnehmer um 14 Uhr über die Schottengasse durch die Innenstadt. Ziel sind das Wissenschaftsministerium und anschließend das Bundeskanzleramt.

Rund um den Ring werden wegen der Großdemo Sperren und Verkehrsverzögerungen erwartet.
Rund um den Ring werden wegen der Großdemo Sperren und Verkehrsverzögerungen erwartet.(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

Autofahrer sowie Öffi-Nutzer müssen sich jedenfalls auf längere Verzögerungen einstellen. Laut ÖAMTC ist unter anderem auf der Ringstraße, der Zweierlinie rund um den Karls- und Schwarzenbergplatz, der Rechten Wienzeile, der Friedrichstraße sowie auf den Zufahrten zum Ring – etwa der Prinz-Eugen-Straße und dem Rennweg – mit Behinderungen zu rechnen. Auch die Währinger Straße dürfte betroffen sein.

Seit Mittag gehen Studierende, Lehrende und Uni-Mitarbeiter in Wien gemeinsam gegen die ...
Seit Mittag gehen Studierende, Lehrende und Uni-Mitarbeiter in Wien gemeinsam gegen die geplanten Kürzungen im Hochschulbereich auf die Straße.(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

Protest gegen geplante Einsparungen
Hintergrund der Proteste sind die geplanten Sparmaßnahmen im Hochschulbereich im Doppelbudget ab 2028. Studierende warnen vor weniger Studienplätzen, überfüllten Hörsälen und einer schlechteren Betreuung an den Universitäten. Zur Demonstration aufgerufen haben die Universitätenkonferenz (uniko), die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) sowie Arbeitnehmervertretungen.

Auch außerhalb Wiens formiert sich Widerstand gegen die Sparpläne. In Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt sind ab Donnerstag weitere Aktionen vorgesehen. Die ÖH fordert Studierende zur Teilnahme an den Demonstrationen auf. Manche Hochschulen setzen dafür sogar verpflichtende Lehrveranstaltungen aus.

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