Nach Klagenfurt bekommt bald auch Bleiburg eine eigene Primärversorgungseinrichtung. Auf 500 Quadratmetern werden hier ab Oktober Allgemeinmediziner und verschiedene Therapeuten den Menschen helfen.
Bislang steht Kärntens einzige Primärversorgungseinrichtung (PVE) in Klagenfurt, doch bald bekommt sie Gesellschaft. Im Oktober wird in Bleiburg eine neue PVE eröffnet – die Diakonie de La Tour lud als Betreiberin zu einer ersten Visite.
„Wir haben in knapp zwei Monaten ein Geschäftsgebäude in eine PVE umgebaut, jetzt ist es Zeit für den Innenausbau“, erklärt Diakonie-Rektorin Astrid Körner. „Da geht es um die Behandlungs-, Therapie-, Warte- und Mitarbeitendenräume.“ Denn hier entsteht nicht bloß eine große Hausarztpraxis auf 500 Quadratmetern.
Gesundheitsversorgung für Menschen im Jauntal
In dem neuen Gesundheitszentrum direkt im Zentrum von Bleiburg werden ab Oktober einmal zwei Allgemeinmediziner für die Menschen da sein. „Gleichzeitig wird es hier gut erreichbar Physiotherapie, Psychotherapie, Diätologie und Ergotherapie geben, mit großzügigen Öffnungszeiten“, betont Landesrätin Beate Prettner. 60 Stunden, von Montag bis Freitag, wird das PVE ab Oktober geöffnet haben.
Wir sind sehr, sehr stolz, dass dieses Projekt nach Bleiburg gekommen ist, weil das eine riesengroße Bereicherung für unsere Stadtgemeinde ist.

Daniel Wrießnig, Bürgermeister Bleiburg
Bild: Felix Justich
„Für uns ist das Zentrum sehr wichtig, wir haben derzeit nur einen Hausarzt“, so Bleiburgs Bürgermeister Daniel Wrießnig. „Auch für die Nachbargemeinden wird so die Versorgung abgesichert, weil dort bald Pensionierungen anstehen könnten.“ Im Einzugsgebiet könnten gut 10.000 Menschen davon profitieren.
„Leider ist heute ein Herr nicht mehr unter uns – unser verstorbener Bürgermeister Stefan Visotschnig“, gedenkt Wrießnig seines Vorgängers. „Er hat dieses wichtige Projekt gemeinsam mit unserer Fraktion begonnen, er war aber natürlich die treibende Kraft.“
Sozialarbeiter und eigene Managerin
Doch nicht bloß die medizinische Gesundheit wird hier im Fokus stehen. „Auch ein Sozialarbeiter wird vor Ort sein. Ärzte leisten oft soziale Arbeit, so werden sie hier entlastet“, erklärt Maximilian Miggitsch, ÖGK Kärnten. „Und es wird eine eigene Managerin geben, die es auch braucht – das ist wie ein mittleres Unternehmen.“ Die angesprochene Nadine Puschl war selbst sieben Jahre in einer steirischen PVE tätig, wird ihre Erfahrung einbringen.
Für die Einrichtung in Bleiburg selbst werden jetzt noch Gesundheitsexperten für alle Bereiche gesucht. Bei Interesse gibt es hier alle Informationen.
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