Protest in Klagenfurt

Alpen-Adria-Uni ruft Demo wegen Budgetkürzung aus

Kärnten
26.05.2026 20:00

Ab 2028 wird es für die heimischen Unis wegen der Sparvorgaben für das Doppelbudget der Bundesregierung weniger Geld geben. Die Alpen-Adria-Universität (AAU) in Klagenfurt protestiert.

Mit allen Mitteln will man in Klagenfurt kämpfen – und zwar für „eine gerechte und tragfähige Finanzierung unserer Universität und der Universitäten in Österreich“, lässt Ada Pellert, Rektorin der AAU wissen.

Hintergrund sind freilich die geplanten Budgetkürzungen: Bis 2027 ist das vereinbarte Uni-Budget noch gesichert, von 2028 bis 2030 soll die Finanzierung von 16,1 auf 15,5 Milliarden Euro reduziert werden. In der laufenden Leistungsvereinbarungsperiode, also seit 2025, ist das Budget um insgesamt 34 Prozent gestiegen.

Damit liege die Finanzierung deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf, den die Unis auf Basis moderater Wirtschaftsprognosen mit rund 18 Milliarden Euro berechnet hatten, heißt es von der AAU. Für die Klagenfurter Uni würde das konkret ein Minus von bis zu 50 Millionen Euro bedeuten. Rund 20 Prozent der derzeit 1700 Arbeitsplätze wären gefährdet.

Das Rektorat der Universität Klagenfurt zeigt sich kämpferisch: Rektorin Ada Pellert, ...
Das Rektorat der Universität Klagenfurt zeigt sich kämpferisch: Rektorin Ada Pellert, Vizerektorin Doris Hattenberger, Vizerektor Peter Schlögl, Vizerektor Jan Steinbrener und Finanzdirektor Alexander Presch.(Bild: aau/Lydia Krömer)

„Wissenschaft, Forschung und Bildung sind keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunft unseres Landes, in Demokratie, Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Pellert. Die AAU ruft deshalb morgen, Donnerstag, zu einer Demonstration auf: ab 10 Uhr vor dem Hauptgebäude.

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