Die Wissenschaftsministerin hat ihre Uni-Sparpläne vorerst zwar vertagt – das Damomklesschwert massiver Einsparungen schwebt aber weiterhin über dem Wirtschafts-, Forschungs- und Hochschulstandort Steiermark.
Ausgerechnet eine Parteifreundin hat der ums Überleben kämpfenden Grazer SPÖ eiskalt reingegrätscht. Während Spitzenkandidatin Doris Kampus im Wahlkampf ganz aufs Thema Gesundheit setzt, Ärztemangel und lange Wartezeiten anprangert, haut ihr die rote Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner auf den letzten Metern die Kampagne zusammen.
Denn deren (verschobene, aber sicher nicht aufgehobene) Uni-Sparpläne würden sich auch negativ auf die Gesundheitsversorgung der Steirer auswirken: Kürzt man das Budget der Med Uni zusammen, gibt es in Zukunft weniger Mediziner am LKH Graz, weil Ausbildungsplätze wegfallen. Auch im niedergelassenen Bereich (Hausärzte) würde sich die ohnehin schon sehr angespannte Personalsituation weiter verschärfen. „Das ist keine Warnung, das ist Mathematik“, so der Befund der Ärztekammer.
Es ist kurzsichtig und zukunftsvergessen, im Bildungsbereich den Sparstift anzusetzen, nur weil man sich an die wahren Kostentreiber nicht herantraut. Der Wirtschafts-, Forschungs- und Hochschulstandort Steiermark ist in ernster Gefahr – und niemand darf sich wundern, wenn viele über die Politik dieser Bundesregierung nur noch den Kopf schütteln.
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