Vollbesetzte Tribüne, großartige Stimmung, sensationelle Leistungen! Das war der World Jump Day in Linz, den der Algerier Yasser Mohammaed Triki mit einem Super-Satz auf 17,58 m krönte. Gleich dahinter landete Österreichs Rekordler Endiorass Kingley mit seiner Saisonbestleistung von 16,46 auf dem zweiten Platz.
Yasser Triki, heuer Dritter der Hallen-WM in Torun, schrieb in Linz sogar ein Stück heimische Leichtathletik-Geschichte. Der Algerier flog dreimal weiter als 17,00 m (17,29 – 17,47 – 17,58). Seine im letzten Versuch bei Windstille erzielten 17,58 sind die größte Weite, die jemals in Österreich im Dreisprung erzielt wurden. Er übertraf die sogenannten All-Comers-Rekorde sowohl im Freien vom US-Amerikaner Mike Conley mit 17,14 m (Gugl-Meeting 1992) und in der Halle vom Schweden Christian Olsson mit 17,54 (Hallen-EM Wien 2002).
„Der Event ist ein Traum!“
Triki, der bei den perfekten Bedingungen in Linz sogar nahe an seine Jahresbestleistung von 17,67 m herankam, war nach seinem tollen Wettkampf überglücklich. So kam das größte Kompliment für Linz auch von ihm: „Dieser Event ist ein Traum, perfekt organisiert. Natürlich hatten wir auch mit dem Wetter und dem Wind Glück. Ich kann euch versprechen, dass ich nächstes Jahr wiederkomme!“
Endi Kingley, der gefeierte Lokalmatador, schwärmte: „Das war heute einfach cool. Eine tolle Atmosphäre, ein großartiges Publikum. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden.“ Schließlich war es seine neue Saisonbestleistung. „Aber danach musste ich mich auch ein wenig schonen.“ Den drittletzten Versuch ließ er aus, dann folgten für ihn noch zwei ungültige Durchgänge.
Aber er besiegte damit auch den japanischen Meister Manato Miyao (16,30 m) und den schwedischen U23-Weltmeister Gabriel Wallmark (16,03 m). Vor der EM in Birmingham (10 bis 16. Juli) springt Endi Kingley jetzt nur noch bei den Staatsmeisterschaften in Innsbruck (25./26. Juli).
Taylor: „Kompliment an Werthner!“
Als Stargast war Christian Taylor, zweimaliger Olympiasieger und viermaliger Weltmeister im Dreisprung, ebenfalls begeistert. Er sagte: „Ein großes Lob an Roland Werthner, der die Veranstaltung mit seinem Team hervorragend organisiert hat. Es ist schön zu sehen, wie dieser Event weiter wächst!“
Bei den Frauen gewann die Belgierin Ilona Masson eine starke Konkurrenz. Sie setzte sich mit 14,34 (+0,7) durch und kam damit beinahe an ihre persönliche Bestweite heran, die sie heuer mit 14,52 m erzielt hatte. Damit ist sie auch in der EM-Saison die Nummerer 2 in Europa und eine Anwärterin auf die Goldene in Birmingham. Als Zweite jubelte die Deutsche Ruth Hildebrand, die sich mit 13,92 m für die EM qualifizierte.
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