Schockierende Mengen an Mikroplastik wurden in Babynahrung der globalen Konzerne Nestlé und Danone gefunden. In den beliebten Kunststoff-Quetschbeuteln („Quetschies“) können winzige Plastikteilchen direkt in die Nahrung abgegeben werden.
In der Kritik stehen die vor nicht ganz zwei Jahrzehnten erstmals aufgetauchten, heute überaus beliebten Kunststoff-Quetschbeutel. Durch ein einziges „Quetschie” können bis zu 11.000 Mikroplastikpartikel von Kindern aufgenommen werden. Insgesamt sind in den getesteten Produkten über 80 Chemikalien identifiziert worden – darunter eine potenziell hormonell wirkende Chemikalie.
Da in den österreichischen Regalen fast identische Verpackungen von Quetschies zu finden sind, ist laut Greenpeace auch hierzulande eine massive Belastung der Babynahrung zu befürchten.
Die Analyse eines unabhängigen Labors liefert erschreckende Belege:
Chemikalien und Mikroplastik sind für Babys und Kleinkinder besonders problematisch, nachdem sich ihr Hormonsystem und Stoffwechsel noch entwickeln und deshalb besonders sensibel auf Schadstoffe reagieren können.
Hinweise auf Verpackungsmaterial gefordert
Die großen Babynahrungshersteller sollen den Einsatz von Einweg-Plastik beenden, fordert Greenpeace. Zudem sollten sie offenlegen, welche Materialien und Chemikalien in ihren Verpackungen eingesetzt werden.
Da die Industrie einzelne Verbote oft durch chemisch ähnliche, ebenfalls problematische Ersatzstoffe umgehe, sei zudem ein Verbot ganzer Stoffgruppen nötig.
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