Auch in Österreich?

Nestlé, Danone: Quetschies voller Mikroplastik

Leben
21.05.2026 06:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schockierende Mengen an Mikroplastik wurden in Babynahrung der globalen Konzerne Nestlé und Danone gefunden. In den beliebten Kunststoff-Quetschbeuteln („Quetschies“) können winzige Plastikteilchen direkt in die Nahrung abgegeben werden. 

In der Kritik stehen die vor nicht ganz zwei Jahrzehnten erstmals aufgetauchten, heute überaus beliebten Kunststoff-Quetschbeutel. Durch ein einziges „Quetschie” können bis zu 11.000 Mikroplastikpartikel von Kindern aufgenommen werden. Insgesamt sind in den getesteten Produkten über 80 Chemikalien identifiziert worden – darunter eine potenziell hormonell wirkende Chemikalie.

Da in den österreichischen Regalen fast identische Verpackungen von Quetschies zu finden sind, ist laut Greenpeace auch hierzulande eine massive Belastung der Babynahrung zu befürchten. 

(Bild: Greenpeace_)

Die Analyse eines unabhängigen Labors liefert erschreckende Belege:

  • In den Beuteln von Danone fanden sich bis zu 99 Mikroplastik-Partikel pro Gramm Nahrung, bei jenen von Nestlé bis zu 54 Partikel. Das entspricht einer Belastung von über 11.000 Teilchen pro Danone-Quetschie und mehr als 5000 Partikeln pro Nestlé-Quetschie – das sind bis zu 495 Mikroplastikteilchen pro Teelöffel. 
  • In Proben von Nestlé wurde zudem die potenziell hormonell wirksame Chemikalie 2,4-DTBP nachgewiesen.
  • Als Quelle der Verunreinigung gilt das Verpackungsmaterial Polyethylen, das neben Mikroplastik auch Chemikalien abgibt. In Österreich sind Quetschies aus solchem Verpackungsmaterial am Markt.

Chemikalien und Mikroplastik sind für Babys und Kleinkinder besonders problematisch, nachdem sich ihr Hormonsystem und Stoffwechsel noch entwickeln und deshalb besonders sensibel auf Schadstoffe reagieren können.

Hinweise auf Verpackungsmaterial gefordert
Die großen Babynahrungshersteller sollen den Einsatz von Einweg-Plastik beenden, fordert Greenpeace. Zudem sollten sie offenlegen, welche Materialien und Chemikalien in ihren Verpackungen eingesetzt werden.

Da die Industrie einzelne Verbote oft durch chemisch ähnliche, ebenfalls problematische Ersatzstoffe umgehe, sei zudem ein Verbot ganzer Stoffgruppen nötig. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung