Forenecho

24-Stunden-Pflege: „Ist nicht finanzierbar“

Forum
20.05.2026 17:00

Rund 80 Prozent der Österreicher würden im Falle des Falles lieber daheim in den eigenen vier Wänden gepflegt und versorgt werden, bevor sie in ein Pflegeheim wechseln müssten. Das stellt vor allem Angehörige vor Probleme. Was die „Krone“-Leser zum Thema denken, lesen Sie hier.

Die überwältigende Mehrheit der Menschen in Österreich würde, wenn es so weit sein sollte, lieber in den eigenen vier Wänden gepflegt werden, als den Lebensabend in einem Pflege- oder Altersheim zu verbringen. So nachvollziehbar der Wunsch auch sein möge, stellt er die Angehörigen vor große Herausforderungen. Zum einen ist die Pflege von bedürftigen Personen ein Knochenjob, der gerne allzu leicht unterschätzt wird. Andererseits sind auch die Kosten für professionelles Personal nur von den allerwenigsten zu stemmen, was die ganze Angelegenheit damit noch weiter verkompliziert.

Leserkommentar Icon
Leserkommentare
Benutzer Avatar
Jarl
Keine Chance. Nicht finanzierbar.
Upvotes:4
Downvotes:0
Benutzer Avatar
JGLL
@👑...798
Wissen Sie was so eine 24-Stundenbetreuung kostet?
Und auf das Pflegegeld würde ich mich da nicht verlassen.
Mit einer mittleren Pension ist das keinesfalls leistbar.
Wenn man von Kosten im Höhe von ca. 2500- 3000 € monatlich ausgeht, ev.die Hälfte davon mit dem Pflegegeld abdecken kann, bleiben immer noch die restl. Kosten und die Fixkosten für die Wohnung.
Dazu kommt ein eigenes Zimmer für die Pflegekraft, WLAN muss auch vorhanden sein, und selbstverständlich auch die Verkostung.
Upvotes:4
Downvotes:0
Benutzer Avatar
Kruzifix05
Die Pflege zu Hause ist verständlich und auch die günstigste Variante. Warum die Pflege zu Hause allerdings um vieles geringer bezahlt wird als im Pflegeheim ist nicht nachvollziehbar, denn der Pflegeheimplatz ist die teuerste Variante.
Upvotes:4
Downvotes:2
Benutzer Avatar
claudi
Ich glaube nicht , dass soviele alte Menschen nicht ins Pflegeheim wollen. Ich kenne sehr viele die sich diese 24h Betreuung gar nicht leisten können und auch Angst haben fremde Menschen in ihrem Heim und Umgebung zu haben. Mein Vater ist vor kurzem 99jährig Zuhause verstorben , er sagte immer er will keine fremden im Haus.
. Er war ca 1 Jahr Pflegebedürftig und mein Bruder konnte ihn pflegen . Ich wohne zu weit weg um das tägliche Prozedere durchzuführen. Ich bin 70zig Jahre und sollte es mit mir soweit sein, gehe ich sicher ins Pflegeheim und meine vier Kinder brauchen sich keine Sorgen machen!
Upvotes:7
Downvotes:0


Gleichzeitig gibt es auch viele Skeptiker der Heimpflege. Leser claudi meint dazu: „Mein Vater ist vor Kurzem 99-jährig Zuhause verstorben, er sagte immer, er will keine Fremden im Haus.“ Zeilen wie diese sind bei diesem Thema häufig zu lesen. Viele führen wie Stephan2017480 auch Erfahrungen aus dem eigenen Bekannten- und Verwandtenkreis als Grund für ihre Ablehnung an. Manche wollen aber auch einfach so, wie bierschluerfer es ausdrückt, „für mich leben und nicht für andere“.

Leserkommentar Icon
Leserkommentare
Benutzer Avatar
bierschluerfer
Als Angehöriger ist eine Pflege zu Hause sehr anstrengend. Es ist immer irgend was mit den Pflegern. Man muss einkaufen, man muss dauernd hinfahren. Das ganze Leben leidet darunter nur weil die zu pflegende Person nicht akzeptieren kann dass sie eigentlich in ein Heim müsste. Mein Vater hat auch gesagt er geht einmal nicht in ein Heim. Also hat er eigentlich gesagt dass ich mich um ihn kümmern muss. Ich bin jetzt in Pension, ich will für mich leben, und nicht für andere.
Upvotes:14
Downvotes:4
Benutzer Avatar
Triskele
Meine Schwiegereltern hatten hintereinander die sogenannte 24h-Betreuung mit rumänischen Pflegerinnen. Zuletzt, das sind jetzt 3 Jahre aus, kassierte eine Pflegerin etwas über 2.000 Euro netto + Fahrtkosten. Die staatliche Förderung kassierte die Agentur. Zusätzlich wurden die Pflegerinnen natürlich versorgt. Und zu den "24 Stunden" - das wird natürlich je nach Pflegefall unterschiedlich sein. Wenn die Leistungen bei meinen Schwiegereltern überhaupt 8 Stunden täglich erreicht haben wars schon viel. Normale Hausarbeit eben und am Abend Hilfeleistung beim duschen. Deutschkenntnisse bei Ankunft Null. Einen Arzt im Notfall anrufen wäre unmöglich gewesen. Dazu haben die Damen natürlich Familienbeihilfe kassiert und das ganze verdiente Geld nach Rumänien gebracht. Da frage ich mich schon ob es nicht sinnvoll wäre Modelle für österr. Kräfte zu erstellen, die netto vielleicht vom Staat was dazu erhalten, das Geld wird jedoch wieder in Österreich ausgegeben und fließt damit an den Staat zurück.
Upvotes:11
Downvotes:1
Benutzer Avatar
Stephan2017480
Auf Grund der Vorkommnisse im Bekannten und Verwandten Kreis käme eine 24 Stunden Betreuung nie und nimmer in meine Wohnung / Haus! Ausnahmen bestätigen die Regel aber in Summe eine einzige Katastrophe nur zum Argern
Upvotes:3
Downvotes:0


Und dann gibt es auch noch eine Gruppe von Personen, die für niemanden eine Belastung sein und gegebenenfalls lieber selbstbestimmt sterben will.

Leserkommentar Icon
Leserkommentare
Benutzer Avatar
mami-schlumpf
Wenn ich ehrlich bin, ich möchte gar nicht gepflegt werden. Wenn ich nur noch für andere eine Belastung darstelle, wünsche ich mir einen einfachen Zugang zu selbstbestimmtem Sterben.
Upvotes:13
Downvotes:1


Ihre Meinung ist gefragt!
Würden Sie Pflege in den eigenen vier Wänden der Betreuung in einer Einrichtung vorziehen? Was wären für Sie die Gründe dafür oder dagegen? Haben Sie bereits geplant, wie Sie im Falle des Falles vorgehen, falls Sie selbst einmal in der Situation sein sollten? Was halten Sie vom Thema „Sterbehilfe“?

Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare und freuen uns auf einen regen Meinungsaustausch! 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung