Zwei Neunjährige fielen im Herbst des Vorjahres in Weiz (Steiermark) durch einen ungesicherten Lichtschacht fünf Meter in die Tiefe. Die Ermittlungen gegen die Eltern wurden inzwischen eingestellt, die Stadtgemeinde Weiz bleibt allerdings im Visier der Justiz ...
Der fatale Unfall geschah Ende August beim Garten der Generationen in Krottendorf, einem Ortsteil von Weiz. Die zwei damals Neunjährigen waren offenbar auf die frei zugängliche und ungesicherte Lichtkuppel geklettert. Der Kunststoff zersplitterte und der Bub und das Mädchen stürzten mehr als fünf Meter in die Tiefe. Die Kinder wurden beim Aufprall vor dem Küchenbereich schwer verletzt.
Dieser Bereich auf der Rückseite des Veranstaltungszentrums ist laut Anrainern seit der Eröffnung 2007 ebenerdig zugänglich. Eine Lichtkuppel befindet sich hinter einem Zaun – die zweite, bei der der Unfall geschah, aber nicht. Direkt daneben führt eine Straße vorbei. Das Veranstaltungsgelände mit Teich und Spielplatz ist meist gut besucht.
Da die Ermittlungen noch am Laufen sind, können wir als Stadtgemeinde Weiz derzeit keine Auskünfte zu dem Vorfall geben.

Bettina Bauernhofer, Bürgermeisterin von Weiz (SPÖ)
Bild: Krone KREATIV/Krone KREATIV,
Ein Glück also, dass nicht früher etwas geschah? Nach neun Monaten ist die Schuldfrage jedenfalls noch ungeklärt. Fest steht aber: „Das Verfahren gegen die Eltern wegen einer allfälligen Verletzung der Aufsichtspflicht wurde eingestellt“, sagt Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, auf „Krone“-Anfrage.
Die Ermittlungen gegen Personen der Stadtgemeinde Weiz aufgrund einer mangelnden Absicherung der Lichtkuppel sind hingegen noch am Laufen. Bürgermeisterin Bettina Bauernhofer (SPÖ) wollte deswegen derzeit auch keine näheren Auskünfte zu dem Vorfall geben.
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