Zu zwei Jahren Haft wegen Raubs und mehreren Vergehen wurde am Mittwoch ein Rumäne (24) in Linz rechtskräftig verurteilt: Er hatte teils alleine, teils mit einem Komplizen insgesamt drei Senioren überfallen, beraubt und bestohlen, die mit dem Rollator unterwegs waren.
Der Angeklagte – laut seinem Verteidiger ein Kriminaltourist – war erstmals 2019 in Salzburg wegen eines Vermögensdelikts zu bedingter Haft verurteilt worden.
Der Staatsanwalt sagte klar: „Der Angeklagte hat die offensichtliche Hilflosigkeit seiner Opfer ausgenutzt.“ Am 4. Dezember 2024 schnorrte der Roma im GWG-Park in Linz einen 80-Jährigen, der mit dem Rollator ging, um 20 Cent, an. Als der Pensionist nach dem Geld kramte, hielt ihn der Täter fest und nahm ihm seine Börse weg, erbeutete 350 Euro und Bankomatkarte.
Am 4. Februar 2025 rempelte der Gauner beim Einstieg in den Bus einen 68-jährigen Rollatorfahrer an, ein Komplize stahl dem Opfer die Börse. Und am 25. März 2026 nahm der Rumäne einer 70-jährigen Rolli-Fahrerin die 75 Euro weg. Am nächsten Tag wurde er verhaftet.
Beim Prozess in Linz am Mittwoch war der Angeklagte umfassend und reumütig geständig - das war auch der einzige Milderungsgrund. Deshalb sprach sich auch der Staatsanwalt für eine Strafbemessung in Höhe eines Fünftels des gesamten Strafausmaßes aus. Dieses beträgt bis zu zehn Jahre. Nach etwas mehr als einer Stunde war das Schöffenverfahren auch schon wieder aus.
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