Gallup-Umfrage:

Die Künstliche Intelligenz schürt Zukunftsängste

Digital
20.05.2026 13:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Aufstieg Künstlicher Intelligenz (KI) scheint nicht zu bremsen. Weltweit setzen Unternehmen auf diese Technologie, um Abläufe zu optimieren und zu automatisieren. Bei der „Generation Z“, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurde, schürt die Verbreitung von ChatGPT, Gemini & Co jedoch Zukunftsängste.

Mehr als 70 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe bereite KI Sorgen oder verärgere sie, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup. Das seien zehn Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr.

Vor allem Berufseinsteigerinnen und -einsteiger sähen KI zunehmend als Konkurrenz, schrieben die Autoren der Umfrage. Weltweit übertragen Unternehmen vergleichsweise einfache Tätigkeiten an „Kollege KI“, um Personalkosten zu senken. So will die britische Großbank Standard Chartered etwa 7000 Jobs streichen. „Es geht darum, in manchen Fällen weniger wertvolles Humankapital durch Finanzkapital und Investitionskapital zu ersetzen“, sagte Bankchef Bill Winters. Auch die Facebook-Mutter Meta und der Onlinehändler Amazon bauen in großem Stil Personal ab, weil sie sich von KI Effizienzgewinne versprechen.

Alternativlose Entwicklung?
Die Firmenlenker treiben diese Entwicklung voran. So sagte der frühere Google-Chef Eric Schmidt bei einer Abschlussfeier der University of Arizona, dass die Auswirkungen dieser Technologie „größer, schneller und folgenreicher“ sein würden als alles bisher Dagewesene. „Es wird jeden Beruf, jedes Klassenzimmer, jedes Krankenhaus, jedes Labor, jeden Menschen und alle zwischenmenschlichen Beziehungen betreffen.“

Schmidt ging zwar auf die Zukunftsängste der Uni-Absolventen ein, betonte jedoch, die Veränderungen seien unausweichlich und alle müssten sich anpassen. Viele Zuhörer quittierten diese Aussagen mit Buhrufen. Redner bei anderen Abschlussfeiern ernteten ähnliche Reaktionen auf vergleichbare Äußerungen zu KI.

Doch auch innerhalb der Generation Z gibt es der Gallup-Umfrage zufolge KI-Befürworter. Dabei gebe es einen Zusammenhang zwischen dem Nutzungsverhalten und der Einstellung gegenüber dieser Technologie. Diejenigen, die KI täglich oder wöchentlich nutzten, beurteilten sie mehrheitlich positiv. Bei seltenem oder fehlendem Kontakt mit ChatGPT & Co drehe sich das Verhältnis dagegen um.

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