Aufnahmen aufgetaucht

Moschee-Angreifer übertrugen Tat live im Internet

Ausland
20.05.2026 13:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Täter, die ein islamisches Zentrum in der kalifornischen Stadt San Diego angriffen, haben ihre Tat offenbar live ins Internet übertragen. Denn kurz nach dem Angriff, bei dem drei Menschen getötet worden waren – die beiden Angreifer nahmen sich wenig später selbst das Leben –, tauchte im Internet ein Video auf, das die beiden jungen Schützen selbst aufgenommen haben dürften.

In dem Video, das den Medien vorliegt, ist unter anderem zu sehen, wie sich die Täter (17 und 18 Jahre alt) mit Gewehren und mindestens einer Pistole Zutritt zum Eingangsbereich der Moschee verschaffen. Es zeigt auch ein mutmaßliches Opfer in einer Blutlache. Später ist zu sehen, wie einer der beiden Männer in einem Auto zunächst auf den Beifahrer und dann auf seinen eigenen Kopf schießt.

Gebete und Blumen für die Opfer des blutigen Angriffs auf das islamische Zentrum in San Diego
Gebete und Blumen für die Opfer des blutigen Angriffs auf das islamische Zentrum in San Diego(Bild: EPA/JOHN GASTALDO)

Rassistisches Manifest und Nazi-Symbole auf Waffen
Die in dem Video zu sehenden Waffen sind mit handgeschriebenen weißen Beschriftungen und Symbolen versehen. Diese umfassten Zahlencodes und Abkürzungen, die auf den Nationalsozialismus und frühere Gewalttaten verwiesen, berichtete CNN. Die Ermittlungsbehörden haben die Echtheit des Videos bisher nicht offiziell bestätigt. CNN berichtete aber unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus Ermittlungskreisen, dass das Video als echt eingestuft werde.

Auch die Echtheit eines 75-seitigen Dokuments, das US-Medien zufolge ebenfalls im Internet kursiere, bestätigten die Ermittler zunächst nicht. Neben Nazi- und Neonazi-Symbolen enthalte die Schrift auch Bezugnahmen auf ein Attentat im Jahr 2019 auf zwei Moscheen in Christchurch in Neuseeland. Damals kamen 51 Menschen ums Leben.

Todesopfer werden als Helden gefeiert
Unterdessen werden die drei Todesopfer von der muslimischen Gemeinde als große Helden gefeiert. Nach Ansicht der Polizei verhinderten sie nämlich, dass die Bewaffneten in die Einrichtung mit etwa 140 Kindern gelangen konnten. Ein Wachmann soll sofort das Feuer auf die beiden eröffnet und die Einrichtung in einen Lockdown versetzt haben, zwei weitere Anwesende wiederum dürften die beiden Angreifer in Richtung Parkplatz gelockt haben. Die drei Opfer seien „nicht umsonst gestorben“, hielt Polizeichef Scott Walsh am Dienstag fest. „Es hätte sonst viel mehr Opfer gegeben – keine Frage!“, so Walsh.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung