Google macht Metas KI-Brillen Konkurrenz. Im Herbst sollen zwei Modelle mit Kamera und Lautsprechern auf den Markt kommen, wie der Internetkonzern auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O ankündigte. Sie wurden in Kooperation mit Samsung sowie den Brillenfirmen Gentle Monster und Warby Parker entworfen, hieß es am Dienstag.
Die Kamera der Brillen liefert Informationen für Googles KI Gemini. Damit können Nutzer der Software zum Beispiel Fragen dazu stellen, was sie gerade vor sich haben. Dann soll Gemini etwa Bewertungen des Restaurants heraussuchen können, vor dem man steht, oder eine ungewöhnliche Wolkenformation erklären. Außerdem können die Brillen Nachrichten vorlesen oder Navigationsanweisungen geben.
Vorreiter Meta
Der Facebook-Konzern Meta versucht schon seit mehreren Jahren, solche Brillen als Produktkategorie zu etablieren. Dank der Zusammenarbeit mit dem Brillen-Riesen EssilorLuxottica werden sie unter den Marken Ray-Ban und Oakley angeboten. Laut EssilorLuxottica wurden im vergangenen Jahr mehr als sieben Millionen Meta-Brillen verkauft.
Google könnte in dem Markt den Vorteil haben, dass der Konzern mit seiner KI auf die Informationen aus seiner Suchmaschine zurückgreifen kann – und zudem eine Vielzahl an Diensten von digitalen Karten bis hin zu E-Mail unter seinem Dach hat.
Bereits vor einem Jahr zeigte Google auf der damaligen I/O-Konferenz Prototypen einer KI-Brille mit einem kleinen Display, auf dem auch visuelle Informationen wie Übersetzungen oder Routen-Anweisungen eingeblendet werden können. Diesmal gab es bei der I/O keine konkreten Angaben dazu, wann solche Geräte auf den Markt kommen.
Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge wird ein Debüt im kommenden Jahr angepeilt. Medienberichten zufolge arbeitet auch Apple schon seit Jahren an solchen Brillen – könnte aber ebenfalls zunächst Modelle ohne Display herausbringen.
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