Ein Sturz, ein Schlag auf den Schädel, ein Sprung ins seichte Wasser. All dies können Ursachen für eine Kopfverletzung sein. Die Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund) klären in der Erste-Hilfe-Serie der „Krone NÖ“ auf, was als Ersthelfer zu tun ist.
So vielfältig wie die Ursache sind auch die Anzeichen einer Kopfverletzung: Verletzungen können etwa durch einen Unfall, einen Sturz vom Fahrrad oder vom Pferd, einen Sprung in unbekannte Gewässer oder auch durch absichtliche Gewalteinwirkung entstehen. Mögliche Anzeichen dafür sind Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, eine Bewusstseinsstörung, aber auch Blutungen aus Nase, Mund oder Ohren. Auch Probleme bei der Atmung, Krampfanfälle oder auch Sehstörungen können auftreten. Was dann für Betroffene und Ersthelfer zu tun ist, erklären die Experten von Rotem Kreuz und Samariterbund im neuesten Teil „Helfen rettet Leben.“
Besondere Vorsicht bei Kopfverletzungen
„Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, ein falscher Schritt oder jemand rutscht aus – das alles kann zu einem Sturz führen. Besondere Vorsicht ist bei Kopfverletzungen geboten. Diese wirken oft harmlos, können aber schwerwiegende Folgen haben“, erklären die beiden Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund). Wichtig sei dabei, ruhig zu bleiben und die Situation zu beobachten.
Doch wie leistet man bei einer Kopfverletzung Erste Hilfe?
„Bei einem Sturz wirken starke Kräfte auf den Körper. Dabei können nicht nur äußere Verletzungen, sondern auch innere Schäden entstehen“, so Praska. Das Problem liege in der Einschätzung: Symptome können erst Minuten oder sogar Stunden später auftreten, wie Radschopf festhält. Doch wie hilft man im Fall der Fälle richtig? Den Betroffenen ansprechen und auf die Reaktion achten. Besonders wichtig: Die Person so wenig wie möglich bewegen!
Gefahr von Wirbelsäulenverletzungen
Je nach Ursache können bei Kopfverletzungen sichtbare Blutungen oder auch Wunden vorhanden sein. Auch ein Schädelbruch oder eine Gehirnerschütterung sind möglich. Wenn dabei auch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wurde, spricht man von einem Schädel-Hirn-Trauma. Bei Kopfverletzungen besteht zudem immer die Gefahr von Verletzungen der Halswirbelsäule oder des Rückens. War die Person bewusstlos, treten starke Schmerzen auf oder herrscht Unsicherheit, sollte immer die Rettung alarmiert werden. Blutende Wunden können vorerst mit einem sterilen Wundverband abgedeckt werden. „Kopfverletzungen sollten immer ernst genommen werden, auch wenn sie im ersten Moment harmlos wirken!“, betonen die Experten.

Prinzipiell gilt auch hier: Alles ist besser, als nichts zu tun! Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Harald Radschopf vom Samariterbund.
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