Brief an Kommissar

Einheimischentarife: Salzburg erhöht Druck auf EU

Salzburg
18.05.2026 08:00

Im Streit mit der Europäischen Union um Einheimischentarife lässt das Land weiter nicht locker. Vize will den Tourismus mit Preisgestaltung wettbewerbsfähiger machen. Noch lässt eine neue Regelung der EU aber warten. Salzburg möchte noch vor der Wintersaison eine Lösung.

Salzburg lässt beim Kampf um legale Einheimischentarife nicht locker. Nach dem einstimmigen Beschluss des EU-Rates für Wettbewerbsfähigkeit vom Februar 2026 brauche es nun eine rasche Ausarbeitung einer Lösung, die allen Betroffenen Rechtssicherheit gewährleistet. „Tourismus kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn er von der einheimischen Bevölkerung mitgetragen wird“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP), der sich gemeinsam mit Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf diese Woche an EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas wandte.

In dem neuerlichen Brief unterstreichen sie den Wunsch nach einer raschen Lösung. „Unser Ziel ist klar: Rechtssicherheit für Betriebe und die Umsetzung von Einheimischentarifen noch vor Beginn der kommenden Wintersaison“, so Schnöll. Für ihn seien günstigere Konditionen für Einheimische kein Privileg, sondern eine faire Anerkennung jener Leistungen, die die Bevölkerung vor Ort für den Tourismus bringt. Ohne diese Vorteile würde man die Akzeptanz gegenüber dem Tourismus riskieren. Nicht nur Salzburg kämpft um eine rechtssichere Lösung für die Betriebe. Auch das Tourismusland Tirol fordert eine rasche Umsetzung. Bis zu 1400 Euro im Jahr könnte sich eine Familie mit zwei Kindern nur beim Skifahren ersparen.

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