Die meisten in China
Zahl der Hinrichtungen auf Höchststand seit 1981
Die Zahl der Hinrichtungen ist weltweit so hoch wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Dafür sind ein paar wenige Länder verantwortlich, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mitteilte – allen voran der Iran. Schätzungen zufolge vollzieht aber China die meisten Hinrichtungen weltweit.
Die genaue Zahl ist ein Staatsgeheimnis. Weltweit wurden im vergangenen Jahr mindestens 2707 Menschen hingerichtet. Das ist ein Anstieg von 78 Prozent im Vergleich zu 2024. In diesen Zahlen ist China aber nicht enthalten, weil die Regierung diese Information nicht preisgibt. Die Menschenrechtsorganisation schätzt, dass dort mehrere Tausend Menschen pro Jahr hingerichtet werden. Bei den anderen Ländern führen laut Amnesty International (AI) der Iran und Saudi-Arabien, die gemeinsam 93 Prozent der 2707 Hinrichtungen ausmachten.
Zu manch anderen Ländern wie Vietnam und Nordkorea gibt es keine verlässlichen Angaben. Die Zahlen in dem Bericht basieren auf unterschiedlichen Quellen, wie offiziellen Daten, Schätzungen, Medienberichten und Angaben anderer Menschenrechtsorganisationen. Die Todesstrafe wird laut AI unter anderem eingesetzt, um die Bevölkerung einzuschüchtern, ein Klima der Angst zu verbreiten, Macht zu demonstrieren und Kontrolle auszuüben.
Drogendelikte machen die Hälfte aus
Fast die Hälfte aller Hinrichtungen ist wegen Drogendelikten vollstreckt worden. In einigen Ländern wie in Algerien und Kuwait gibt es zudem Versuche, die Todesstrafe auf diesen Tatbestand auszuweiten. Grund dafür sei ein vermeintlicher „Krieg gegen Drogen“ und der Versuch einiger Länder, eine harte Linie im Kampf gegen Drogen zu demonstrieren, heißt es im Bericht.
Andere Länder treiben derzeit Bestrebungen an, die Todesstrafe grundsätzlich wieder einzuführen, darunter Peru und der Tschad. Die Regierung von Burkina Faso nahm eine Gesetzesvorlage an, die die Wiedereinführung der Todesstrafe für Straftaten wie Hochverrat, Terrorismus und Spionage vorsah. In Israel wurde ein Gesetzesvorschlag eingebracht, wonach bei terroristisch motiviertem Mord mit dem Ziel der „Vernichtung des Staates Israel“ die Todesstrafe oder lebenslange Haft verhängt werden kann.
Keine Todesstrafen in Zentralasien
Trotz des starken Anstiegs an Hinrichtungen vermerkt Amnesty International auch einen positiven Trend. Generell werde die Todesstrafe eher abgeschafft als wieder eingeführt, hieß es. In Europa und Zentralasien wurden im vergangenen Jahr weder Todesurteile verhängt noch Hinrichtungen vollstreckt. 113 Staaten haben die Todesstrafe bisher abgeschafft. Die vietnamesische Regierung hob sie für acht Delikte auf, darunter Bestechung und Veruntreuung, Gambia für Mord, Hochverrat und andere Straftaten gegen den Staat.










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