Gegenseitige Klagen

Online-Händler Shein und Temu erneut vor Gericht

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13.05.2026 08:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die beiden chinesischen Online-Händler Shein und Temu streiten sich erneut vor Gericht. Shein warf Temu zur Eröffnung eines Verfahrens in Großbritannien Urheberrechtsverletzungen „im industriellen Maßstab“ vor. Der Rivale nutze Bilder von Kleidungsstücken der Shein-Eigenmarken, um für Kopien dieser Produkte zu werben, argumentierte der Klägeranwalt Benet Brandreth.

Temu wies den Vorwurf zurück und forderte Schadenersatz, nachdem das Unternehmen aufgrund einer einstweiligen Verfügung mehrere tausend Produkte aus dem Angebot hatte nehmen müssen. Das aktuelle Verfahren diene lediglich dazu, einen Konkurrenten auszubremsen.

Temu, eine Tochter des chinesischen Konzerns PDD, verklagt Shein darüber hinaus wegen angeblicher Verstöße gegen das Kartellgesetz, weil der Modehändler Zulieferer mit Exklusiv-Verträgen an sich binde. Dieser Fall soll im kommenden Jahr verhandelt werden. 

Unter Beobachtung westlicher Behörden
Die beiden stark wachsenden Billig-Versender haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach gegenseitig verklagt. Im vergangenen Jahr wies ein US-Gericht die Temu-Klage gegen Shein wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens und des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen ab.

Unabhängig davon stehen beide Unternehmen unter verschärfter Beobachtung westlicher Behörden. Shein und Temu werden verdächtigt, gefälschte und potenziell gefährliche Waren zu verkaufen. Zudem umgingen sie Zollbestimmungen, indem sie Produkte unterhalb eines bestimmten Warenwertes direkt aus Fabriken in China an Verbraucher schickten. Die USA und die Europäische Union strichen daraufhin ihre bisherigen Freigrenzen.

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