Durchschnaufen kann jener Wolf, der vor einem Monat in St. Georgen am Walde (OÖ) einem Bauernhof tagsüber so nahe kam, dass er als Risiko eingestuft und zum Abschuss freigegeben wurde. Nun lief die Todesfrist ab, der Isegrim ging den Jägern durch die Lappen.
Nicht der Erste, seitdem im Jahr 2023 Abschüsse der geschützten Raubtiere in Oberösterreich legal sind, wenn sie behördlich als Risiko- oder Schadwölfe eingestuft werden. Insgesamt gab es bisher neun Entnahme-Freigaben. Im Duell Isegrim vs. Jäger haben die Raubtiere die Nase vorne, da nur zwei Wölfe auch legal erlegt wurden – und das gleich im ersten Jahr, seither keiner mehr.
Wir werden die Wolfssituation besonders im Mühlviertel weiter akribisch beobachten und rasch reagieren.
Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger
Abschusspläne werden angepasst
„Das ist auch damit erklärbar, dass es meist Einzeltiere auf der Durchreise sind, die weiterziehen und dadurch keine Probleme mehr machen“, sagt Oberösterreichs Forstdirektor Gottfried Diwold. Obwohl die Zahl der Wölfe um bis zu 30 Prozent pro Jahr steigen kann, machen sie den Jägern im Land kaum Konkurrenz, wenn es um die Abschüsse von Hase, Reh und Co. geht. Denn werden in einem Revier mehr Tiere gerissen, sinkt auch der Schaden in der Landwirtschaft durch Verbiss, nach dem sich die Abschusspläne richten.
Präventiv sollen mittelfristig jedenfalls in Oberösterreich keine Wölfe erlegt werden, dazu sei die Bestandsdichte noch zu gering.
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