Es ist der nächste Schlag in einem ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Washington und dem Vatikan – kurz vor einem wichtigen Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio reagiert Papst Leo XIV. auf erneute Vorwürfe von Donald Trump – und bleibt dabei auffallend ruhig, aber bestimmt.
Der Papst habe auf die jüngsten Attacken des US-Präsidenten reagiert und dabei betont: „Wenn mich jemand dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium verkünde, soll er das mit der Wahrheit tun“, sagte Leo XIV. laut Kathpress am Dienstagabend in Castel Gandolfo.
„Friede sei mit euch“: Papst verweist auf seine ersten Worte
Zugleich stellte das Kirchenoberhaupt klar, dass die katholische Kirche sich seit Jahren eindeutig gegen alle Atomwaffen positioniere. Daran gebe es keinen Zweifel, so der Papst mit Blick auf die jüngsten Aussagen Trumps, der Leo unter anderem vorgeworfen hatte, eine nukleare Aufrüstung des Iran zu akzeptieren.
Der 70-jährige Pontifex erinnerte zudem an seine ersten Worte nach seiner Wahl: „Ich habe gesagt: ,Friede sei mit euch‘, und die Mission der Kirche ist es, das Evangelium zu verkünden, den Frieden zu verkünden.“
Wiederholte Vorwürfe aus Washington
Die aktuelle Kontroverse ist nicht die erste zwischen Trump und dem Papst. Bereits Mitte April hatte der US-Präsident dem Kirchenoberhaupt vorgeworfen, seinen Job nicht gut zu machen. Trump bezeichnete Leo damals als „schwach bei der Kriminalitätsbekämpfung“ und „furchtbar in der Außenpolitik“.
Auslöser war eine Kritik des Papstes an den US- und israelischen Angriffen auf den Iran, die er als „wahrlich inakzeptabel“ bezeichnet hatte. Schon damals hatte Trump behauptet, Leo wolle dem Iran faktisch den Zugang zu Atomwaffen ermöglichen.
Gelassene Reaktion trotz Eskalation
Leo XIV. selbst reagiert nach Angaben aus dem Umfeld des Vatikans weiterhin gelassen. Er habe keine Angst vor der Trump-Regierung, wolle sich jedoch nicht in eine direkte öffentliche Auseinandersetzung mit dem US-Präsidenten begeben.
Brisant: Am kommenden Donnerstag wird US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan erwartet – ein Treffen, das angesichts der aktuellen Spannungen zusätzliche politische Aufmerksamkeit erhält.
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