Eine Abriegelung, akribische Kontrollen wie am Flughafen und strengste Sicherheitsmaßnahmen haben aus der Wiener Stadthalle einen Hochsicherheitstrakt gemacht. Für das größte Musikfest der Welt ist jetzt alles angerichtet. Die „Krone“ war vor Ort.
Schön langsam wird es jetzt ernst für die größte und bunteste Musikshow der Welt: wenige Tage, bevor die Stadthalle wieder zur Bühne Europas wird, gab es am Mittwoch kurz vor der Zugangssperre noch einen letzten Lokalaugenschein mit den Sicherheitsbehörden.
Mit heute, 29. April, gilt die „Abriegelungsphase“, wie es im Fachjargon der Exekutivbeamten heißt. Das heißt: Sicherheitsmaßnahmen auf dem Niveau eines Flughafens. Alle Besucher müssen ab sofort beim Zutritt eine umfassende Kontrolle durchlaufen. Dazu zählen unter anderem Ausweiskontrollen, Scans mit Metalldetektoren, der Einsatz von Spürhunden sowie Überwachungskameras.
500 Sicherheitskräfte rund um die Stadthalle
Für die Spezialeinheiten vor Ort, die permanent Kontrollen durchführen, ein wichtiger Tag und zeitgleich auch eine wichtige Zäsur im Vergleich zu den vergangenen Wochen der intensiven Vorbereitungen, wie die Wiener Polizei dabei betont. Um 17 Uhr wird das gesamte Gelände dann geräumt. Alle anwesenden Personen müssen den Ort verlassen. Die Stadthalle wird noch einmal bis in den letzten Winkel kontrolliert – von den Sprengstoffhunden und den Polizeibeamten.
Denn die 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest bringt nicht nur internationale Aufmerksamkeit, zigtausende Gäste sowie multinationale Delegationen nach Wien. Die Sicherheitslage gilt als äußerst angespannt. Nicht nur, aber vor allem wegen der Teilnahme Israels. Das Land ist in den Gaza- und Iran-Krieg verstrickt. Sicherheitsbedenken spielen daher eine große Rolle. Die Sicherheit der Gäste hat schließlich höchste Priorität.
In der Stadthalle werden die beiden Semifinale am 12. und 14. Mai 2026 (Dienstag und Donnerstag) sowie das große Finale des Eurovision Song Contest 2026 am 16. Mai 2026 (Samstag) stattfinden. Rund um die größte Veranstaltungshalle Österreichs sind täglich etwa 500 Sicherheitskräfte im Einsatz, sowohl in Uniform als auch in Zivil. Außerdem stehen auch spezialisierte Einheiten der Exekutive bereit, die im Ernstfall schnell reagieren können.
Auch das Produktionsequipment wurde sorgfältig überprüft
Die Arbeit der Polizei begann aber bereits Ende März mit dem Start der Umbauarbeiten in der Stadthalle. Sprengstoffkundige Beamte überprüften gemeinsam mit den Spürhunden regelmäßig den Hauptveranstaltungsort und das angelieferte Material, das zusätzlich mit einem Scanner vom Flughafen Wien-Schwechat durchleuchtet wird.
Auch der Märzpark ist mittlerweile komplett abgesperrt. Hier werden dann die Zugangsschleusen für die Zehntausenden Besucher errichtet. Auch der Wartebereich vor den Veranstaltungen wird sich hier befinden. Die Zugangskontrollen (mit Ausweiskontrolle) werden jedenfalls „einige Zeit in Anspruch“ nehmen, heißt es dazu vom ORF. Kommende Woche treffen dann bereits die ersten Künstler und Delegationen ein. Noch eine gute Nachricht: Rechtzeitig zum ESC kann die große Halle mit einer neuen Klimaanlage aufwarten.
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