Ein 36-jähriger Freizeitsportler soll einen 18-jährigen Vorarlberger auf einer Joggingrunde brutal attackiert haben. Am Mittwoch musste er sich dafür am Landesgericht Feldkirch verantworten.
Was sich wie eine banale Auseinandersetzung anhört, endete für einen 18-jährigen Jogger im Krankenhaus: doppelter Kieferbruch! Laut Anklage soll der 36-Jährige ihn mit „zwei Schlägen und einem Tritt“ attackiert haben. Doch der Angeklagte spielt alles herunter: „Es war nur eine Ohrfeige mit der flachen Hand.“
Brisant: Selbst das Opfer und ein weiterer Zeuge entlasten ihn teilweise. Sie bestätigen, dass es keinen Tritt gegeben habe – doch einen Faustschlag hätte der Mann ausgeteilt. Und genau dieser soll laut medizinischen Befunden ausgereicht haben, um die überaus schweren Verletzungen zu verursachen.
Aus Zufall wird Ernstfall
Die Begegnung im Dezember war zufällig. Beide Männer trafen sich beim Joggen. Was dann geschah, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Der Angeklagte spricht von einer Bedrohung: Das Opfer sei „aggressiv“ auf ihn zugegangen. Der 18-jährige Mann hingegen schildert ein „unhöfliches Verhalten“ seitens des Beschuldigten. Klar ist nur: Die Situation eskalierte. Auch der einschreitende Freund des Opfers sei vom 36-Jährigen bedroht worden: „Willst du auch eine Ohrfeige?“ Auffällig für das Gericht: Die beiden jungen Männer wirken schmächtig, der Angeklagte ist ihnen körperlich deutlich überlegen. Ein Bedrohungsszenario durch die Opfer ist folglich fraglich.
Schuldig im Sinne der Anklage
Am Ende fällt Richter Elias Klingseis ein klares Urteil: schuldig im Sinne der Anklage! Acht Monate bedingt wegen schwerer Körperverletzung und gefährlicher Drohung. Dazu 800 Euro Geldstrafe und 3900 Euro Schadenersatz. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
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