Brisanter Brief

Wollten Goldenstein-Nonnen gar nicht nach Rom?

Salzburg
29.04.2026 15:30

Entgegen aller vorherigen Ankündigungen nahmen die Schwestern von Goldenstein an einer Papst-Audienz teil. Die Aufregung ist riesig – auch wegen eines brisanten Briefes. Dieser könnte die betagten Nonnen und ihre Mitstreiter in Erklärungsnot bringen.

Zumindest meinte das Wetter es gut mit den rebellischen Nonnen von Goldenstein. Bei milden Temperaturen und strahlenden Sonnenschein besuchten die betagten Klosterschwestern am Mittwoch in Rom eine Generalaudienz von Papst Leo XIV. – begleitet von Helfern und Weggefährten. Das erhoffte Zusammentreffen oder gar ein Händedruck mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche kamen allerdings nicht zustande. 

Aussage steht gegen Aussage – Streit tobt weiter
In ihrer Heimat bauen sich allerdings dunkle Wolken über den Klosterschwestern auf. Wie berichtet, traten die Nonnen ihre Reisen komplett entgegen vorherigen Ankündigungen an. Noch am Abreisetag ließ man die Öffentlichkeit wissen, dass man in Goldenstein verweilen werde – nur um wenige Stunden später in einem Flieger in Richtung Rom zu sitzen.

Die Helfer erklären diesen Sinneswandel mit „Kommunikationsproblemen“. Die zuständigen vatikanischen Institutionen seien in die Entscheidung „eingebunden gewesen“. Man habe sämtliche Genehmigungen für die Reise eingeholt.

Die Nonnen mit Mistreitern in Rom.
Die Nonnen mit Mistreitern in Rom.(Bild: Goldenstein)

Keine Genehmigungen eingeholt
Dem widersprechen ihr geistlicher Oberer Propst Markus Grasl und der als Vermittler eingesetzte Erzabt Jakob Auer vehement. Trotz anderer Beteuerungen habe man keine Genehmigungen eingeholt. Die Sorge um das Wohl der Schwestern sei groß. Und: „Es wird immer offensichtlicher, dass es einigen Personen nicht um das Wohl der Schwestern geht, sondern andere Interessen im Vordergrund stehen“, sagt Erzabt Auer. Die Rom-Reise der Schwestern sei eine „chaotische Aktion“ – wie es nun weitergeht, ist völlig offen. „Wir waren kurz vor Abschluss einer Vereinbarung über den positiven Verbleib der Schwestern im Schloss Goldenstein“, betont Auer.

Zur Erinnerung: Die drei betagten Nonnen zogen im September 2025 auf eigene Faust aus ihrem Altersheim aus und kehrten gegen den Willen ihres geistigen Oberen nach Goldenstein zurück. Seitdem tobt ein heftiger Streit zwischen den Schwestern und ihrer Obrigkeit. Mittlerweile ist – wie mehrfach berichtet – gar der Vatikan eingeschaltet.

Mit diesem Brief sagten die Nonnen eigentlich bereits am 13. April gegenüber dem Vatikan ihre ...
Mit diesem Brief sagten die Nonnen eigentlich bereits am 13. April gegenüber dem Vatikan ihre Romreise ab.(Bild: zVg)

Nonnen sagten Reise per Brief an Vatikan ab
Für weitere Fragezeichen in der Causa sorgt auch ein der „Krone“ aus Kirchenkreisen zugespielter Brief – verfasst und unterschrieben von den drei Nonnen. In dem Schreiben, das direkt in den Vatikan verschickt wurde, beteuerten die Frauen, nicht nach Rom fahren zu wollen. Dies entspreche nicht ihrer „klösterlichen Lebensordnung“. Denn: „Unser Wunsch ist und war es, in unserem Kloster Goldenstein leben und wirken zu können.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung