Die Aufbauarbeiten für den 70. Eurovision Song Contest in Wien laufen derzeit schon auf Hochtouren. Die „Krone“ durfte jetzt einen ersten Blick auf die Bühne in der Stadthalle werfen. Die schon jetzt einer Festung gleicht
Die Vorfreude auf den Eurovision Song Contest steigt weiter: In nur 38 Tagen steht Wien wieder im Rampenlicht der internationalen Musikwelt. Bereits zum dritten Mal gastiert der größte Gesangswettbewerb des Globus in der Bundeshauptstadt.
Bürgermeister Michael Ludwig, Vizebürgermeisterin Barbara Novak (beide SPÖ), Wien Tourismus-Boss Norbert Kettner überzeugten sich gemeinsam mit ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher am Donnerstagvormittag von den Aufbauarbeiten in der Stadthalle.
„Es funktioniert alles wie am Schnürchen“
„Wir sind schon gut vorbereitet und freuen uns sehr“, so Stadtchef Ludwig vor den versammelten Journalisten. Als sichtbares Zeichen der Übergabe wurde jetzt auch die eigens angefertigte Fasnachtslaterne aus Basel (Schweiz) am Veranstaltungsort aufgestellt. „Es funktioniert alles wie am Schnürchen. Das verspricht das Allerbeste. Auch der Zeitplan wird eingehalten“, legte ORF-Chefin Thurnher nach.
3500 Tonnen Material für Bühne, Licht und Technik
Die Zahlen rund um das Mega-Event sind gigantisch: Insgesamt werden jetzt rund 3500 Tonnen Material für Bühne, Licht und Technik angeliefert. Die Arbeiten sind äußerst intensiv, die Produktionsbedingungen für das größte Musikevent sind sehr anspruchsvoll. Die räumlichen Kapazitäten der Stadthalle werden dabei voll ausgenutzt. Das bedeutet derzeit täglich rund 20 Stunden Aufbau (10 Stunden Tag- und 10 Stunden Nachtschicht). Zu Spitzenzeiten sind gleichzeitig rund 300 Personen am Aufbau beteiligt.
Beim „Krone“-Lokalaugenschein wuselt es. Überall wird gehämmert, geschraubt und gebohrt. Die größte Halle des Landes gleicht momentan einer einzigen Baustelle. Kein Wunder: Die Bühne soll schließlich wieder alle Stückeln spielen und ein bisschen etwas sieht man sogar schon. 75 Prozent des Gerüsts sind bereits vorbereitet, befindet sich jetzt aber noch am Boden und wird dann hinauf gehoben. Über 2000 Quadratmeter Bühnenkonstruktion mit circa 210Tonnen Gewicht werden hier verarbeitet. Außerdem sind schon 50 Prozent der Scheinwerfer montiert. Mehr als 3700 Quadratmeter Teppichboden werden im Veranstaltungsbereich und im Künstler-Backstage-Bereich verlegt.
Auch der Green Room wurde gerade aufgebaut, jener Aufenthaltsbereich, in dem die Künstler und Delegationen während der Live-Shows Platz nehmen. Der Eurovision Song Contest ist aber nicht nur die große Samstagabend-TV-Show. Tatsächlich finden neun Shows über Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag der Eurovision-Woche statt. Bis zu 16.000 Besucher werden dann hier, in der größten Halle, Platz finden.
Stadthalle wird sogar in einen Lockdown versetzt
Schon ab 29. April wird es ernst: Denn dann wird das gesamte Stadthallen-Gelände einem umfassenden Sicherheits-Lockdown unterzogen. Ab dann gilt nämlich Sicherheitsstufe 2. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Personen, die die Stadthalle betreten, durch strenge Sicherheitskontrollen wie am Flughafen gehen. Spätestens dann beginnen auch die ersten Proben. Anfang Mai kommen dann bereits die Delegationen mit ihren Künstlern nach Wien, um sich intensiv vorzubereiten. Damit es dann am Ende möglichst oft die begehrten 12 Punkte gibt.
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