500-Millionen-$-Schiff
Oligarchen-Jacht durchquert Straße von Hormuz
Einer Superjacht eines russischen Oligarchen ist offenbar die Durchfahrt der eigentlich blockierten Straße von Hormuz geglückt. Der 500-Millionen-Dollar teure, schwimmende Luxustempel gehört Alexei Mordaschow, der unter anderem Großaktionär des Touristikkonzerns TUI sowie Hauptaktionär des russischen Goldbergbauunternehmens Nordgold ist.
CNN berichtete in Berufung auf Informationen des Schifffahrtsdienstes MarineTraffic, dass die Megajacht Nord die strategisch wichtige Meerenge passieren konnte. Nun liegt das Schiff vor der Küste des Oman.
Die 142 Meter lange Jacht, die zu den größten der Welt zählt, dürfte demnach am Freitag in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) abgelegt haben. Sie soll eine Route über die iranische Insel Larak genommen haben, die von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zur Kontrolle des Zugangs zur Meerenge genutzt werden soll.
Mordaschow gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Oligarch befindet sich seit Russlands Überfall auf die Ukraine auf der Sanktionsliste der USA, Großbritannien und der Europäischen Union.
Es ist unklar, warum das iranische und US-amerikanische Militär ausgerechnet dieses Schiff passieren ließen. Nach dem Angriff der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran hat das Mullah-Regime den bedeutenden Seeweg blockiert und Schiffe, die diesen nutzen wollten, angegriffen. Die USA blockierten ihrerseits die Straße von Hormuz Mitte April. Sie richtet sich gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Trump will Teheran damit von wichtigen Einnahmequellen abschneiden.
Dutzende Schiffe trotzten Blockade
Trotz der Seeblockade haben einige Schiffe mit Verbindung zum Iran die Meeresenge im April durchfahren. 34 sanktionierte Tanker oder Tanker mit Verbindungen zum Iran hätten das Gebiet der US-Seeblockade vom 13. bis 21. April durchfahren, schrieb der Datenanbieter Vortexa in einem Bericht.
Nach Bewertung des maritimen Datenanbieters Lloyd‘s List Intelligence haben bis Montag mindestens 26 Schiffe der sogenannten Schattenflotte die Blockade durchquert. Der maritime Softwareanbieter AXSMarine schrieb, der meiste Verkehr durch die Straße von Hormuz entfalle weiter auf Schiffsbetreiber, die sanktioniert seien oder undurchsichtige Eigentumsverhältnisse aufwiesen. Iranische Medien hatten immer wieder angegeben, Schiffe des Landes hätten die US-Seeblockade durchfahren. Die Berichte ließen sich bisher nicht unabhängig bestätigen.
Trump verkündete „vollständige Kontrolle“ über Meerenge
US-Präsident Donald Trump sagte hingegen am Donnerstag, die USA hätten die „vollständige Kontrolle“ über die Straße von Hormuz. Die Meerenge sei „dichtgemacht“, bis der Iran einem Abkommen zustimme. Beweise legt Trump nicht vor. Auch die US-Militärführung Centcom hatte Berichten über Durchlässigkeit der eigenen Seeblockade zuvor widersprochen. „Im Rahmen der US-Blockade gegen den Iran haben die US-Streitkräfte 29 Schiffe angewiesen, umzukehren oder in den Hafen zurückzukehren“, hieß es in einer Stellungnahme auf X. Berichte über konkrete Schiffe, die die Blockade durchfahren hätten, seien falsch.











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