Vierzig Jahre ist es her: der Atomunfall in Tschernobyl. Es war ein Tag, der Tod und Leid gebracht hat, eines aber sicher nicht: Eine Wendung der weiteren Handlung ... Naturwissenschafter Christian Mähr analysiert, warum die Sache „nur“ ein Unfall war.
Manche werden sich am Begriff „Unfall“ stoßen und mir Verharmlosung vorwerfen – man liest doch überall von der „Atomkatastrophe“. Einspruch: Eine Katastrophe war es eben nicht, das lässt sich nach vierzig Jahren wohl feststellen. Die Katastrophe bezeichnet im Drama das Ereignis, das die Handlung in eine neue, eben „katastrophale“ Richtung lenkt. Bei Tschernobyl ist genau das Gegenteil der Fall. Es ging alles weiter im alten Stil. Es wurden zusätzliche Sicherheitsvorrichtungen eingebaut, ja schon, diesen Begriff kennen wir aus den langweiligen ersten Seiten jeder Bedienungsanleitung, die niemand liest, obwohl man das sollte, eh klar … Fukujima hat Jahre später zu einer widerwilligen Beschränkung der Atomindustrie geführt, am meisten in Deutschland, aber das hat nicht lang gehalten, heute gelten Atomkraftwerke sogar als „grün“, weil sie im Betrieb kein CO2 ausstoßen.
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