Aufatmen im Egg

Zukunft des Skigebiets Schetteregg ist gesichert

Vorarlberg
11.06.2026 16:15
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Nach monatelangen Verhandlungen hinter den Kulissen gibt es endlich eine Rettung für das insolvente Skigebiet. Der Vorarlberger Unternehmer Jürgen Sutterlüty übernimmt die Liftanlagen und plant eine umfassende Neuausrichtung, die auch Biker ansprechen soll.

Es war eine Zitterpartie bis zur letzten Sekunde, doch nun herrscht Gewissheit: Das beliebte Familien- und Skigebiet Schetteregg ist gerettet. Wie das Vorarlberger Nachrichtenportal vol.at berichtet, ist die Entscheidung in dem komplexen Insolvenzverfahren der Egger Liftgesellschaft nun endgültig gefallen. Der bekannte Vorarlberger Unternehmer Jürgen Sutterlüty übernimmt das Ruder und sichert damit den Fortbestand des regionalen Tourismus-Hotspots. Im Sommer soll ein neu geplanter Bikepark die Besucher anziehen.

Enormer Rückhalt in der Bevölkerung 
Hinter den Beteiligten liegen intensive Monate. Es galt nicht nur rechtliche Hürden zu nehmen, sondern auch ein riesiges Vertragswerk mit dutzenden Einzelvereinbarungen zu schnüren. Dass das Projekt schlussendlich zum Erfolg führte, liegt laut dem neuen Eigentümer auch an der großen Solidarität im Land. Eine Petition, die im Vorfeld knapp 13.000 Unterschriften sammelte, sowie der Zuspruch aus der Region gaben den Ausschlag. Diese breite Unterstützung sei für ihn Bestätigung und ein enormer Ansporn gewesen, den Deal durchzuziehen, sagte Sutterlüty gegenüber dem Nachrichtenportal.

Der Zeitdruck war dabei immens. Der Masseverwalter hatte nach einer Fristverlängerung Ende März unmissverständlich klargestellt, dass noch in diesem Monat eine Entscheidung fallen muss – es war sprichwörtlich die letzte Chance für das Gebiet.

Mammutaufgabe: Über 70 Verträge vorbereitet 
Im Hintergrund leisteten die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen logistische Schwerstarbeit. Rund 70 Verträge mit Grundstückseigentümern, den lokalen Alpen und weiteren Partnern mussten ausgehandelt oder vorbereitet werden. Zwar steht bei den Verträgen mit den betroffenen Alpen noch die formelle Zustimmung der jeweiligen Generalversammlungen aus, die Beteiligten zeigen sich jedoch zuversichtlich: Da die Grundlagen gemeinsam erarbeitet wurden, rechnet man fest mit einem positiven Beschluss.

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