Hohe Kosten

FAV als Kandidat für Wallners Einsparliste

Vorarlberg
12.06.2026 09:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Kaum jemand kennt sie, doch sie kostet jährlich Hunderttausende Euro: Die FAV steht im Visier der Neos. Die Pinken bezeichnen die landeseigene Gesellschaft nach einer ergebnislosen Anfragebeantwortung als „völlig überflüssig“ und fordern angesichts der Sparpläne des Landes deren sofortiges Aus.

Die wenigsten Vorarlberger dürften wissen, wofür FAV steht – und womit deren Mitarbeiter beschäftigt sind. „Ich habe erst einmal nachschauen müssen“, gibt eine Landtagsabgeordnete, die nicht den Neos angehört, ganz offen zu. Bei den Pinken hingegen weiß man, dass sich die „Fördergesellschaft für den Arbeitsmarkt Vorarlberg“ hinter den drei Buchstaben versteckt – und ist der Meinung, dass diese Einrichtung völlig überflüssig ist. Die FAV würde sich – angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage des Landes Vorarlberg – eigentlich ganz gut auf der großen Einsparliste des Landeshauptmanns machen, meinen die Pinken nach der Beantwortung einer von ihnen gestellten Landtagsanfrage. Diese sei nämlich „ein Offenbarungseid“ und liefere keine einzige Erfolgszahl.

Lackner: „Zusätzliche Struktur auf Kosten der Steuerzahler“
„Nach rund dreieinhalb Jahren Bestehen kann die Gesellschaft keine messbaren Erfolge vorlegen. Auf die ausdrückliche Frage, welchen konkreten Mehrwert die FAV leisten kann, gab es einmal mehr keine überzeugende Antwort“, resümiert Arbeitsmarktsprecherin Fabienne Lackner. Knapp 300.000 Euro Personalkosten seien pro Jahr angefallen, zudem hätten die Steuerzahler teure Workshops, Studien sowie Absichtserklärungen ohne erkennbare Wirkung finanziert. „Projekte stehen still, während eine Studie auf die nächste folgt. Das ist keine Drehscheibe für Innovation oder Vermittlung, sondern eine zusätzliche Struktur auf Kosten der Steuerzahler“, ärgert sich Lackner. Vorarlberg habe bereits zahlreiche Akteure wie bifo, AMS, AK, Wirtschaftskammer und viele weitere, die mit viel Steuergeld zentrale Arbeit in Sachen Arbeitsmarkt leisten würden, die FAV brauche es folglich nicht.

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