Schon als Kind weitgereist: Ende des 15. Jahrhunderts zog es einen Schlinser nach Deutschland – dort begann seine atemberaubende Karriere, bei der auch der Augustinereremit und Theologieprofessor Martin Luther eine entscheidende Rolle spielte.
Die Lebensgeschichte des Bartholomäus Bernhardi (1487 – 1551) ist atemberaubend. Da verlassen zwei Brüder im Alter von acht und zwölf Jahren, Johannes und Bartholomäus, ihr bäuerliches, noch tief mittelalterliches Heimatdorf Schlins und vagieren über 500 Kilometer (den größten Teil der Strecke wohl zu Fuß) ins mitteldeutsche Eisenach, um dort zur Schule zu gehen. Ungeklärt bleibt, wer diese Reise initiiert hat, weshalb die Kinder nicht an der Lateinschule in Feldkirch studierten, sondern ausgerechnet nach Thüringen zogen, das für damalige Verhältnisse unendlich weit entfernt lag. Was wir über Bartholomäus Bernhardis Kindheit wissen, ist leider sehr dürftig. Er war der Sohn des Hans Bernhardi und dessen Ehefrau Elsa, geb. Rüchlin. Hans Bernhardi galt als begüterter Bauer. Er bekleidete überdies auch die Funktion eines Landammanns und Spruchrichters, deshalb dürften die Kinder zumindest die Grundzüge des Lesens und Schreibens zu Hause erlernt haben.
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