ÖLV-Zehnkämpfer Voss

„Ich weiß, dass ich derzeit viel mehr drauf habe“

Sport-Mix
13.06.2026 06:55

Am Samstag und Sonntag werden in Linz „König“ und „Königin“ der österreichischen Leichtathletik ermittelt, sprich: Es geht um die Staatsmeistertitel im Mehrkampf! Während bei den Herren einige Ausfälle zu verzeichnen sind, ist bei den Herren einer, der bereits drei Titel holen konnte, ganz heiß auf eine neue Bestmarke.

„Wenn ich dieses Wochenende bei den Staatsmeisterschaften in Linz nur 7000 Punkte machen würde, wäre ich schon eher unzufrieden. Da müsste einiges in die Hose gehen“, macht Niklas Voss kein Hehl daraus, dass er hohe Ansprüche hat. Dabei hat der 25-jährige Götzner bisher erst drei Zehnkämpfe mit mehr als 7000 Punkten absolviert, hält bei einer persönlichen Bestleistung (PB) von 7119 Zählern.

Zuletzt war Niklas Voss (re.) auch beim Liese-Prokop-Memorial im Hürdensprint am Start.
Zuletzt war Niklas Voss (re.) auch beim Liese-Prokop-Memorial im Hürdensprint am Start.(Bild: GEPA)

Persönliche Bestleistung als Ziel
„Ich weiß einfach, dass ich zurzeit einiges mehr drauf habe“, erklärt Voss, der in Wien von Herwig Grünsteidl gecoacht wird und sich in der Vergangenheit bereits dreimal zum Zehnkampfstaatsmeister krönen konnte – zuletzt 2024. „Mein Ziel ist es auf jeden Fall eine neue PB zu erreichen, wobei ein Ergebnis zwischen 7.200 und 7.300 Punkten aus meiner Sicht absolut realistisch ist.“

Wind verblies gewaltige Steigerung
Dass Voss das drauf hat, bewies er heuer schon. In Ulm (D) fehlten Anfang Mai mit 7098 Zähler gerade mal 22 Punkte zu einer neuen Bestmarke. Nur zwei Wochen später pulverisierte Voss diese in Landquart (Sz) mit 7422 regelrecht. Zu starker Rückenwind im Weitsprung und über die 100 Meter verhinderten allerdings, dass seine Leistung als Bestmarke anerkannt wurde. „Natürlich wäre es echt geil gewesen, hätte diese Leistung gezählt. Aber es ist okay so“, sagt Voss, der in Linz in Abwesenheit von Titelverteidiger Jan Mitsche als einer der Favoriten gilt. Die Gegner: „Hallen-Mehrkampfstaatsmeister Alex Heinz habe ich aber genauso auf der Rechnung wie meinen Bruder Mika, wenn es bei ihm gut läuft.“

Rücken als Achillesferse
Bei den Damen fehlen sowohl Verena Mayr als auch Ivona Dadic – die aber überlegt, in einzelnen Disziplinen zu starten. Und nun ist auch noch Ländle-Mehrkämpferin Chiara Schuler angeschlagen. Die 25-Jährige hatte sich am Montag im Training den Rücken verrissen. „Für mich wird der Hochsprung zum Knackpunkt“, gesteht „Kiki“, die schon in der Hallensaison aufgrund von einer Blockade des Iliosakralgelenks mit Problemen zu kämpfen hatte. „Ich habe wirklich keine Ahnung, wie weit ich am Wochenende kommen werde.“

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