2,5 Mio. Euro Schulden

Blumenhändler „Rosen Waibel“ meldet Insolvenz an

Vorarlberg
12.06.2026 15:08

Der Vorarlberger Blumenhändler Rosen Waibel hat am Donnerstag ein Sanierungsverfahren beantragt. Das Unternehmen aus Mäder steht mit rund 2,5 Millionen Euro in der Kreide. 23 Arbeitsplätze und 30 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen. Die Firma will sich sanieren.

Das Traditionsunternehmen „Rosen Waibel“ hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Feldkirch beantragt. Das bedeutet, ein externer Sanierungsverwalter wird das Verfahren leiten. Der 1991 gegründete Betrieb ist auf den Handel und Vertrieb von Blumen spezialisiert. Die Passiva belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind 23 Arbeitsplätze und 30 Gläubiger direkt betroffen. Geleitet wird die Firma von Gesellschafter-Geschäftsführer Marco Waibel.

Inflation und Marktdruck als Hauptursachen
Als Gründe für die Insolvenz nannte das Unternehmen eine Kombination aus mehreren negativen Entwicklungen. Die allgemeine Teuerung habe die Kaufkraft der Konsumenten geschwächt, was sich direkt auf die Nachfrage nach Blumen auswirkte. Zudem herrsche am Markt ein starker Wettbewerb, dieser würde durch Überkapazitäten nach verschärft. Die Folge: Der Preisdruck sei immer größer geworden. 

Unternehmen soll mit Sanierungsplan weiterlaufen
Die Geschäftsführung strebt eine Fortführung des Unternehmens an und will die bestehenden Arbeitsplätze erhalten. Zu diesem Zweck soll den Gläubigern ein Sanierungsplan vorgelegt werden. Dieser sieht konkret vor, dass die Gläubiger eine Quote von 20 Prozent auf ihre offenen Forderungen erhalten. Die Auszahlung dieser Summe soll über einen Zeitraum von zwei Jahren nach Annahme des Plans erfolgen. Die Zustimmung der Gläubigermehrheit ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung.

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