Nachdem es am Islamischen Zentrum Imam Ali zu Ausschreitungen gekommen war und in den Räumlichkeiten Extremismus, Radikalisierung, Homophobie und verstörende Märtyrerverherrlichung und Selbstgeißelung am Programm stehen dürften, beschlossen der Nationalrat eine Prüfung und alle Floridsdorfer Parteien eine Resolution.
„Die Bezirksvertretung Floridsdorf spricht sich entschieden dagegen aus, dass der Bezirk zum Austragungsort ausländischer politischer Konflikte oder zum Wirkungsraum extremistischer islamischer Ideologien wird.“ Es ist ein etwas verschachtelter Satz, der am Donnerstagnachmittag als erster Punkt der Tagesordnung bei der Sitzung im Floridsdorfer Bezirksparlament diskutiert wurde.
Wobei diskutieren so nicht ganz stimmt, denn alle vertretenen Parteien haben den Resolutionsantrag ohne große Diskussion einstimmig angenommen.
Die Baupolizei hat offenbar bewusst weggeschaut und dann sogar noch behauptet, dass sie keine widmungswidrigen Handlungen feststellen konnte.
Ein erzürnter Anrainer zur „Krone“
Ort der Radikalisierung für die Jugend?
Anlass ist das Islamische Zentrum Imam Ali in der Richard-Neutra-Gasse, in dem, wie berichtet, Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) extremistische Tendenzen beobachtet. Antisemitismus würde dort ebenso verbreitet wie Homophobie. „So etwas hat in unserem Bezirk keinen Platz“, betonte er im „Krone“-Gespräch. Auch ein Exil-Iraner sprach mit der „Krone“.
Vorwiegend schiitische Afghanen würden in dem Industriegebiet radikalisiert, auch schon Kinder und Jugendliche. Wirklich prüfen lassen sich nicht alle Vorwürfe, bei einer Demonstration gegen das Zentrum gab es am 4. März jedenfalls Halsabschneidergesten und neun Verletzte.
Schließung wird vom Nationalrat geprüft
Wie es nun mit dem Islamischen Zentrum, an dem beinahe täglich unzählige Autos ankommen, weitergeht, ist unklar. Dass auch die „Krone“-Geschichte über die „Mullah-Parallelwelt“ in Floridsdorf Wellen geschlagen hat, zeigen die Vorgänge im Nationalrat. Auch im Parlament sucht man nämlich den Schulterschluss. Man beschloss am Dienstag, das Zentrum wegen seiner engen Kontakte zum iranischen Regime prüfen zu lassen. Eine Schließung steht im Raum. Die sollte nicht allzu schwer sein, denn eine Nutzung als Moschee in dem Gewerbegebiet wäre auch bisher verboten.
Anrainer sehen Schuld bei der Stadt
Dass ähnliche Islam-Zentren in deutschen Städten wegen staatsfeindlicher Aktivitäten längst verboten sind, hat sich bis zur Stadt offenbar nicht herumgesprochen, meint ein erzürnter Anrainer. Die Verantwortung sieht er bei der Baupolizei, die zwar die Umwidmung der Lagerhalle in einen Gebetsraum abgelehnt und dafür die Bestätigung des Verwaltungsgerichtes erhalten hatte. Danach habe man aber offenbar bewusst weggeschaut und behauptet, dass man keine widmungswidrigen Handlungen feststellen könne.
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