59 Prozent der Steirer blicken mit Pessimismus in die (wirtschaftliche) Zukunft – die Ergebnisse unserer jüngsten Leserbefragung sind ernüchternd. Kein Wunder, denn versprochene Entlastungen kommen bei den Leuten nicht an. Von Kanzler Stockers 2-Prozent-Inflation-Ziel ist man laut aktueller Prognosen meilenweit entfernt.
So lange ein Donald Trump regiert, können sich die Volkswirte ihre Analysen eigentlich ersparen. Jede Prognose ist Makulatur, wenn dem älteren Herrn im Weißen Haus die Hutschnur reißt. Der Iran-Krieg mit seinen dramatischen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist das beste Beispiel dafür.
Dass, wie unsere große Leserbefragung deutlich zeigt, der Großteil der Steirer mit Pessimismus in die Zukunft blickt, darf niemanden verwundern. Die Fahrt zur Tankstelle gleicht einem Höllentrip, und auch die Aussichten auf den wohlverdienten Urlaub sind trübe, weil dieser angesichts der gestiegenen Treibstoffpreise wesentlich kostspieliger wird als im Vorjahr. Die Politik verspricht vor Wahlen zwar routinemäßig Entlastungen, sie kommen nur nicht bei den Menschen an. Im Gegenteil, an der Supermarktkassa steigen schon wieder die Preise.
„Tektonische Verschiebungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Weltpolitik“ ortet Raiffeisen-Chef Martin Schaller beim jüngsten Konjunkturgespräch. In solchen Phasen brauche es, so der steirische Banker, „Orientierung“ und „Partner, die Handlungsfähigkeit stärken“. Ob er diese Partner unter unserer aktuellen Politikerriege findet, ist mehr als fraglich.
Einen schönen Freitag!
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