Nur noch Stunden trennt die vier „Artemis II“-Astronauten von der Erde – die Rückkehr stellt die Vier allerdings auch vor die letzte große Herausforderung ihrer Mission. „Seit dem 3. April 2023, als wir für diese Mission ausgewählt worden sind, denke ich über die Rückkehr nach“, sagte US-Astronaut Victor Glover am Freitag bei einer Pressekonferenz aus der „Orion“-Kapsel. Es sei wie einen „Feuerball durch die Atmosphäre zu reiten“.
Der geplanten Landung im Pazifik in der kommenden Nacht gegen 2.07 Uhr MESZ nahe San Diego geht ein kompliziertes Manöver voraus – und dieses stellt die Astronauten Christina Koch, Reid Wiseman, Victor Glover und Jeremy Hansen vor enorme Aufgaben, psychischer wie auch physischer Natur.
Bis zu 38.400 km/h beim Wiedereintritt
Zeitweise soll ihre Kapsel beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eine Geschwindigkeit von bis zu etwa 38.400 Kilometern pro Stunde erreichen, was den Astronauten extreme körperliche Belastungen aussetzt. Dazu kommt enorme Hitze, die Besatzung der „Orion“-Kapsel soll dabei durch einen speziellen Hitzeschild geschützt werden.
Für rund sechs Minuten wird planmäßig die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum ausfallen. Mithilfe von Fallschirmen soll die Kapsel anschließend abgebremst im Pazifik aufkommen. Letzte Wettervorhersagen und letzte Außenaufnahmen von „Orion“ sähen gut aus, hieß es von der NASA.
Astronauten gehen in die Geschichte ein
Die vier „Artemis II“-Astronauten waren die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes. Sie waren in der vergangenen Woche an Bord der „Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben und dann um den Mond herumgeflogen. Dabei entfernten sie sich auch weiter von der Erde als jemals Menschen zuvor.
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