Wettlauf zum Mond

China schickt Astronauten für ein Jahr ins All

Ausland
24.05.2026 09:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

China wird am Sonntag drei Astronauten zu seiner Raumstation schicken, einer davon soll für ein ganzes Jahr im All bleiben An Bord ist mit Li Jiaying auch die erste Raumfahrerin aus Hongkong.

Die Mission bereitet das ehrgeizige Ziel einer bemannten Mondlandung bis 2030 vor. Eine Rakete vom Typ Langer Marsch-2F soll das Raumschiff Shenzhou-23 mit drei Astronauten an Bord um 17.08 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Jiuquan starten.

Die Startrampe für das Raumschiff Shenzhou-23
Die Startrampe für das Raumschiff Shenzhou-23(Bild: EPA/ANDRES MARTINEZ CASARES)

Wettlauf zum Mond mit den USA
Welcher der drei Astronauten für das gesamte Jahr auf der Raumstation Tiangong bleiben wird, soll später entschieden werden. Die Mission findet vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettlaufs zum Mond mit den USA statt. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will bereits 2028 wieder Menschen auf dem Mond landen. Washington hat Peking vorgeworfen, eine Kolonisierung und Ausbeutung des Mondes zu planen, was die Regierung in Peking jedoch entschieden zurückgewiesen hat. Die USA wollen eine langfristige Präsenz auf dem Mond als Sprungbrett für die spätere Erforschung des Mars errichten.

China will ständige Mondbasis errichten
Für die Mondmission bis 2030 muss China noch neue Raketen und Raumfahrzeuge entwickeln und testen. Die Shenzhou-23-Mission soll nun wichtige Manöver wie ein autonomes Andockverfahren erproben. Zudem sollen die physiologischen und psychologischen Auswirkungen des langen Aufenthalts im All untersucht werden, darunter die Strahlenbelastung, der Verlust von Knochendichte und der psychologische Stress. Langfristig plant China, bis 2035 gemeinsam mit Russland eine ständige Basis auf dem Mond zu errichten.

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