Verizon hatte den Angaben zufolge bisher die Aufgabe, für Teile der Verwaltung verschiedene Standorte miteinander zu vernetzen. Für andere, sensiblere Bereich bestehe schon jetzt ein Vertrag mit der Deutschen Telekom. Dieser umfasse etwa die Internet- und Telefonkommunikation zwischen den Bundesministerien und von Sicherheitsbehörden. Wunsch des Innenministeriums sei es, auch für den übrigen Teil des Netzes künftig mit der Telekom zu kooperieren, sagte der Sprecher.
Hintergrund des Anbieterwechsels seien interne Prüfungen, erläuterte der Sprecher. Diese hätten ergeben, dass die Anforderungen an die Netzsicherheit nicht in ausreichender Weise erfüllt seien. Es sei unklar, inwieweit Verizon intern verpflichtet sei, Daten an den US-Geheimdienst NSA weiterzugeben. Nach den Enthüllungen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden wird Verizon von US-Behörden zu einer umfassenden Information über Verbindungsdaten von Kunden gezwungen.
"Die im Zuge der NSA-Affäre aufgezeigten Beziehungen von fremden Nachrichtendiensten und Firmen haben gezeigt, dass für die sicherheitskritische Kommunikationsinfrastruktur der Bundesregierung besonders hohe Anforderungen zu stellen sind", erklärte das Innenministerium. Die drei Netze des Bundes sollten allmählich zusammengeführt werden.
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