Start geglückt

Erstmals seit 50 Jahren fliegen wir zum Mond!

Wissen
02.04.2026 00:51
Porträt von Michaela Braune
Porträt von krone.at
Von Michaela Braune und krone.at

Unter dem Namen „Artemis II“ führt die US-Weltraumagentur NASA ihre erste Mondmission seit einem halben Jahrhundert durch. In der Nacht auf Donnerstag startete die Rakete mit vier Astronauten an Bord ins All. Im Vorfeld hatte die Mission bereits mit Turbulenzen zu kämpfen. 

Der Start der „Orion“-Kapsel an Bord des Raketensystems „Space Launch System“ hatte mehrfach verschoben werden müssen. Der Grund waren technische Probleme gewesen – am Donnerstag, kurz nach 0.30 Uhr, ging es dann aber doch los. Schon die Vorzeichen standen diesmal günstig: Das Wetter spielte mit, auch wenn zwischendurch ein paar Wolken über den Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gezogen waren. Die Betankung mit dem Wasserstoff-Treibstoff war erfolgreich, auch die Astronauten waren ohne Komplikationen in die Kapsel gestiegen. 

Um 0.24 Uhr MESZ (18.24 Uhr Ortszeit) öffnet sich ein rund zweistündiges Startfenster, um kurz nach 0.30 Uhr hob „Artemis II“ ab. Auf dem YouTube-Kanal der NASA konnte man die Rakete verfolgen. Mit der auf etwa zehn Tage angelegten „Artemis II“-Mission sollen die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen um den Mond herum fliegen. Sie könnten sich dabei weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.

Auch Europa an der Mission beteiligt
Alle an „Artemis II“ beteiligten Menschen seien „extrem aufgeregt“, sagte NASA-Manager Jeff Spaulding bei einer Pressekonferenz. „Sie verstehen die Bedeutung dieser Mission.“ Auch die europäische Raumfahrtbehörde ESA ist daran beteiligt und steuert unter anderem ein im Bremer Airbus-Werk gefertigtes Servicemodul für die „Orion“-Kapsel bei.

Die Rakete soll mit vier Astronauten an Bord den Mond umrunden.
Die Rakete soll mit vier Astronauten an Bord den Mond umrunden.(Bild: AFP/JIM WATSON)
Die Infografik stellt die geplante Mondumrundung der NASA-Mission Artemis 2 dar. Sie zeigt die Trägerrakete SLS, die Orion-Kapsel mit Platz für vier Personen und die wichtigsten Schritte des Fluges: Start in Florida, Test der Kapsel, Flug zum Mond, Umrundung des Mondes, Rückflug und Landung im Pazifik. Die Mission dauert rund zehn Tage. Quelle: APA/dpa, Foto: AFP.

„Artemis II“ sei ein „Meilenstein-Moment für die menschliche Exploration und für die Rolle, die Europa dabei spielt, die Menschheit auf den Mond zurückzubringen“, sagte ESA-Chef Josef Aschbacher.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hatte erwartet, dass Hunderttausende Menschen auf der Welt den Start verfolgen werden – per Livestream im Internet und viele auch von vor Ort in Florida. Hotels und Pensionen in einem weiten Umkreis um den Weltraumbahnhof herum waren komplett ausgebucht, und das zu größtenteils deutlich angehobenen Zimmerpreisen. An Stränden und in Parks sind Start-Partys geplant, eine Donut-Läden-Kette verkaufte eigens spezielle „Artemis II“-Produkte.

Schwerelosigkeits-Maskottchen namens „Rise“
Die vier Raumfahrer der „Artemis II“-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA werden auf ihrer Reise Richtung Mond von einem sogenannten Schwerelosigkeits-Maskottchen begleitet. Es trägt den Namen „Rise“ und wurde nach Angaben der NASA im Rahmen eines Wettbewerbs aus mehr als 2600 Einsendungen aus über 50 Ländern ausgewählt.

Das Maskottchen „Rise“ zeigt die Schwerelosigkeit an.
Das Maskottchen „Rise“ zeigt die Schwerelosigkeit an.(Bild: NASA)

Die Mitnahme eines Schwerelosigkeits-Maskottchens (Zero-G-Indicator) hat in der Raumfahrt Tradition. Sobald das Raumschiff den Weltraum erreicht, beginnt alles darin, das nicht festgeschnallt ist, herumzuschweben. Schwebt das Maskottchen, lässt sich sofort erkennen, wann Schwerelosigkeit erreicht ist.

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