Dunkle Stunde für den Salzburger Sahne-Spezialisten Qimiq mit Sitz in Hof. Ausgerechnet jetzt, wo sich die Firma nach der Pleite neu aufstellen will, verstarb der Gründer und Geschäftsführer.
Zuletzt keimte neue Hoffnung auf: Nachdem der Salzburger Sahne-Spezialist Qimiq in die Pleite gerutscht war, strebte man den Fortbestand der Firma an. Investoren-Gespräche sind gerade im Laufen. Fans der Marke hoffen noch, dass das beliebte Produkt aus Salzburg weiter in die Regale geräumt werden kann.
Weil ein Geldgeber Interesse bekundete, wurde die Entscheidung über den Sanierungsplan noch einmal vertagt. Für Anfang August ist eine Verhandlung angesetzt. Alles lief darauf hin.
Masseverwalter bestätigt Ableben des Gründers
Doch am Montag platzte eine traurige Nachricht mitten in die Neuausrichtung: Gründer und Geschäftsführer Rudolf Haindl ist am Sonntag verstorben. Die genauen Umstände sind nicht bekannt. „Ich muss sein Ableben leider bestätigen. Die Familie hat mich darüber informiert“, berichtet Masserverwalter Thomas Payer im Gespräch mit der „Krone“. Am Sonntagabend gab es für den Gründer von Qimiq keine Rettung mehr.
Wie und wann sich das Unternehmen mit Verbindlichkeiten von 6,3 Millionen Euro und 195 betroffenen Gläubigern jetzt aufstellen wird, kann zur Stunde noch nicht beantwortet werden. Wegbegleiter wünschen der Familie in der traurigen Stunde viel Kraft.
Qimiq-Gründer baute Firma vor 20 Jahren auf
Der verstorbene Geschäftsführer hatte die Firma 1995 gemeinsam mit Koch Johann Mandl gegründet. Er wollte ein beim Kochen und Backen leicht zu verarbeitendes Sahneprodukt anbieten. Die Produktpalette wurde über die Jahre laufend erweitert. Mit Frau Nicola Haindl und Tochter Michele standen zuletzt schon zwei starke Frauen an der Spitze des Unternehmens.
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