Erkennen Sie ihn?

Rock-Legende in der Wiener Innenstadt gesichtet

Adabei Österreich
04.07.2026 15:17

Normalerweise lässt er auf der Bühne Köpfe rollen, hantiert mit Guillotinen und sorgt mit tiefschwarzen Augen für Gänsehaut. In Wien zeigte sich Alice Cooper nun allerdings ganz ohne Kunstblut und Grusel-Show. Zwischen Eisenstadt und Burg Clam machte die 78-jährige Rock-Legende einen Abstecher in die Bundeshauptstadt.

Hoher Besuch mitten in Wien: Niemand Geringerer als Alice Cooper wartete mitten in der Innenstadt darauf, zum Golfen loszudüsen. Jener Mann, der seit Jahrzehnten Albträume vertont und mit Hits wie „School‘s Out“, „Poison“ oder „No More Mr. Nice Guy“ Rockgeschichte geschrieben hat.

Der Rocker ganz zahm
Abseits der Bühne präsentierte sich der „Godfather of Shock Rock“ freilich weit weniger furchteinflößend. Keine Riesenschlange, keine Zwangsjacke und weit und breit keine Guillotine – dafür ein Weltstar mitten in Wien. Auch das Monster braucht schließlich einmal eine Pause.

Dass Cooper derzeit durch Österreich geistert, hat einen guten Grund: Am Freitag stand die Rock-Ikone beim ausverkauften Clam Rock Festival auf Burg Clam auf der Bühne. Bereits am Samstagabend folgt der nächste Auftritt beim Lovely Days Festival im Schlosspark Esterházy in Eisenstadt. Wien dürfte sich da als äußerst angenehmes Zwischenquartier angeboten haben. 

Niemand Geringerer als Alice Cooper wartete mitten in der Innenstadt darauf, zum Golfen ...
Niemand Geringerer als Alice Cooper wartete mitten in der Innenstadt darauf, zum Golfen loszudüsen.(Bild: Martin Hofbauer)
„Schock-Rocker“ Alice Cooper
„Schock-Rocker“ Alice Cooper(Bild: Martin Hofbauer)

Vom Schülerstreich zur Rockgeschichte
Hinter Alice Cooper steckt eigentlich Vincent Damon Furnier. Seine musikalische Laufbahn begann bereits 1964, als der damals 16-Jährige mit Schulfreunden eine Band für einen Talentwettbewerb gründete. Weil die Teenager ihre Instrumente zunächst noch gar nicht spielen konnten, imitierten sie kurzerhand die Beatles – und gewannen trotzdem. Später wurden aus den „Earwigs“ zunächste „The Spiders“ und anschließend Alice Cooper.

Der vermeintliche Frauenname war ursprünglich die Bezeichnung der gesamten Band. Furnier machte daraus später seine persönliche Bühnenfigur: geschminkte Augen, schwarzes Leder, makabre Requisiten und möglichst viel kontrolliertes Chaos. Die scheinbar brave „Alice“ wurde zum wohl berühmtesten Bösewicht der Rockmusik.

Privat lieber Golf statt Guillotine
Dabei könnte der Mann hinter dem Bühnenmonster kaum stärker von seiner Kunstfigur abweichen. Cooper lebt seit mehr als vier Jahrzehnten ohne Alkohol und Drogen. Statt wilder Backstage-Exzesse stehen heute eher Golf, Familie und ein möglichst gesunder Touralltag auf dem Programm. Wie er einmal scherzte, bestünden die „Drogen“ hinter der Bühne inzwischen vor allem aus Schmerzsalben und Tabletten gegen kleinere Alterswehwehchen.

Auch in der Liebe ist der Schock-Rocker überraschend bodenständig: Seit 1976 ist er mit der Tänzerin und Choreografin Sheryl Goddard verheiratet. Erst im März feierte das Paar seine goldene Hochzeit und erneuerte nach 50 gemeinsamen Jahren sogar das Eheversprechen. Kennengelernt hatten sich die beiden ausgerechnet bei Coopers legendärer „Welcome to My Nightmare“-Show.

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