Einst war die Griffner Straße in der Stadtgemeinde Völkermarkt (Kärnten) voller Leben. Heute macht sich gähnende Leere breit. Zugpferde sind Restaurant, Kaffeehaus, Handybörse und Ärzte.
Früher war die Griffner Straße in der Stadtgemeinde Völkermarkt ein Einkaufs-Juwel voller Leben: Da war die gut besuchte Molkerei, eine Bäckerei, ein Fleischhauer inklusive Gasthof, ein Blumenfach- und ein Handarbeitsfachgeschäft; gegenüber der Gasthof Marini, mit gutem Essen. Im hinteren Bereich vergnügten wir uns als Kinder beim Eislaufen. Sogar einen Eiskeller gibt es noch.
Da wartete wahrlich ein sehr gepflegtes Gebäude-Juwel. Aber das ist bereits seit Jahrzehnten Geschichte. Neben dem Gasthof klafft ein riesiges Loch, da das Haus nebenan abgerissen worden ist. Das Marini-Areal – immerhin rund 8000 Quadratmeter – bricht leider immer mehr in sich zusammen. „Alle Projektideen für dieses Anwesen sind bisher leider gescheitert“, gesteht Vizebürgermeister Peter Wedenig ein.
„Schandfleck für unsere Stadt“
Das ehemalige Schmuckstück mit Lokal und wunderschönem Garten weilt im Dornröschenschlaf. „Uns ist klar, dass diese Liegenschaft ein Schandfleck für unsere Stadt ist“, findet Bürgermeister Markus Lakounigg ernste Worte: „Trotz alledem haben wir keine Handhabe. Das ist Privatbesitz.“
Allein der Abriss des riesigen Areals würde Unsummen verschlingen. Erst im Vorjahr mussten Dach und Dachrinne wegen Gefahr in Verzug gerichtet werden. Der nahe Euco-Markt ist seit langer Zeit geschlossen. Wedenig: „Da ist ein Bauprojekt geplant, es sollen Wohnungen entstehen.“
„Vorstadt stirbt zusehends“
Untertags seien Ärzte Anlaufstelle und abends ziehe das Michelin-ausgezeichnete Restaurant Bär & Schaf Wirtschaft Gäste an, verteidigt Lakounigg: „Die Anlaufstellen in der Griffner Straße haben sich schon lange verlagert, da gibt es inzwischen ein florierendes Kaffeehaus, die Handybörse, ein Autohaus, ein Papierfachgeschäft und mehrere Ärzte.“
„Fakt ist aber: Der Bereich in der Vorstadt stirbt leider zusehends“, so Wedeing.
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