2,4 Mio. € Schaden

Ex-Bauamtsleiter wegen Amtsmissbrauch angeklagt

Oberösterreich
09.07.2026 10:55

Über zehn Jahre lang soll der ehemalige Bauamtsleiter von St. Florian am Inn Gebühren nicht korrekt verrechnet haben. Die Staatsanwaltschaft Ried wirft dem 65-Jährigen Amtsmissbrauch vor, Anfang September muss er sich am Landesgericht Ried verantworten.

Dem Bauamtsleiter der Gemeinde St. Florian am Inn sollen im Frühjahr 2025 Unregelmäßigkeiten bei der Verrechnung von Wasser- und Kanalgebühren aufgefallen sein. Im Verdacht geriet sein Vorgänger (65), der ehemalige Leiter des Bauamtes. Die Staatsanwaltschaft Ried leitete in Folge ein umfangreiches Ermittlungsverfahren ein.

Ex-Gemeindemitarbeiter angeklagt
Jetzt wurde Anklage gegen den 65-Jährigen erhoben. Am 10. September 2026 muss er sich am Landesgericht Ried wegen Amtsmissbrauch verantworten. Laut Staatsanwaltschaft Ried soll er von 1990 bis 2023 ergänzende Anschlussgebühren für Wasser und Kanal nicht verrechnet haben.

Hohe Schadenssumme
Dadurch sei der Gemeinde ein Schaden in Höhe von 2,4 Millionen Euro entstanden. „Der Angeklagte gibt an, dass er alleine für die Verrechnung verantwortlich gewesen ist und sich überlastet fühlte“, so Staatsanwalt Franz Zimmer. Auch die vermeintliche Schadenshöhe würde er anzweifeln. Für den Prozess sind mehrere Zeugen beantragt, darunter der Bürgermeister der Gemeinde.

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