Ermittlungserfolg

Transgender-Star erstochen: Festnahme bei Nizza!

Wien
09.07.2026 10:59

Im Falle jenes Transgender-Stars aus Deutschland, der Ende Juni tot in seiner Wohnung im Wiener Bezirk Mariahilf gefunden wurde, hat es eine Festnahme gegeben. Nahe Nizza klickten für einen 24-jährigen Tschetschenen die Handschellen.

Gegen 21.30 Uhr am 25. Juni stießen die Freunde der 70-Jährigen auf den leblosen Körper in deren Wohnung auf der Linken Wienzeile. Etchika Pollex – sie ist deutsche Staatsbürgerin und als Olaf im Körper eines Mannes geboren – wies zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen auf.

Etchika Pollex wurde in ihrer Wohnung in Wien ermordet.
Etchika Pollex wurde in ihrer Wohnung in Wien ermordet.(Bild: Screenshot/Instagram, Krone KREATIV)

Rasch führten Ermittlungen im Umfeld der Toten auf die Spur eines 24-Jährigen, der laut „Krone“-Infos in der Wohnung des Opfers gewohnt hatte. Von ihm fehlte aber bereits jede Spur.

Europäischer Haftbefehl
Es stellte sich im Zuge der Erhebungen heraus, dass er sich nur wenige Tage nach der Tat ins Ausland abgesetzt hatte. Konkret hatte er Österreich Richtung Frankreich verlassen. Gegen den dringend Tatverdächtigen wurde ein europäischer Haftbefehl erlassen.

Im Raum Nizza lokalisiert
Eine internationale Fahndung war schließlich erfolgreich: In enger Zusammenarbeit mit Fugitive Active Search Team (FAST) Frankreich habe der 24-jährige Tschetschene im Raum Nizza lokalisiert werden können, hieß es am Donnerstagvormittag seitens der Wiener Polizei. Am Mittwochabend kam es dann zur Festnahme des Gesuchten durch die französischen Behörden. Weitere Ermittlungen sind noch im Gange.

„Dieser rasche polizeiliche Ermittlungserfolg ist das Ergebnis einer hervorragenden und engagierten Zusammenarbeit. Er zeigt, wie wichtig ein enger und abgestimmter nationaler sowie internationaler Austausch im Kampf gegen Kriminalität ist. Mein besonderer Dank gilt daher dem Landeskriminalamt Wien, dem Bundeskriminalamt sowie allen an diesem Erfolg beteiligten Kräften“, erklärte Landespolizeivizepräsident in Wien, General Dieter Csefan.

„Der aktuelle Fall unterstreicht die hohe Professionalität und das Vertrauen, das innerhalb des europäischen Zielfahndungsnetzwerks seit Jahren gewachsen ist“, so General Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes.

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