Zufallsopfer in Bayern
Pistole bei Amoklauf versagte nach einem Schuss
Wenige Stunden nach dem mutmaßlichen Amoklauf an einem Gymnasium in Bayern sind weitere schreckliche Details bekannt geworden. So hätte die Tat des ehemaligen Schülers (16) noch viel schlimmer enden können, hätte seine Pistole nicht nach einem Schuss versagt, wie Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt am Mittwochabend sagte.
Die beiden schwer verletzten Mädchen bezeichnete Dobrindt als „Zufallsopfer“. Ob und wie gut der mutmaßliche Täter die beiden kannte, blieb aber zunächst offen. Hinweise auf Mittäter gibt es laut der Polizei weiterhin nicht. Die Mädchen waren am Mittwochnachmittag außer Lebensgefahr und liegen mit Stichwunden in einem Krankenhaus.
Wie berichtet, ging der Amokalarm gegen 12.50 Uhr ein. Mehr als 15 Streifen wurden zum Welfen-Gymnasium in Schongau alarmiert. Dort war ein 16-Jähriger mit einem Messer und einer Schusswaffe unterwegs (siehe Video oben). Er verletzte zwei Schülerinnen (13) schwer.
Wie deutsche Medien am Abend berichteten, habe der Verdächtige auch einen Schuss aus der Pistole abgegeben. Direkt danach habe diese versagt, machte Dobrindt öffentlich. Andernfalls hätte es wohl noch mehr Verletzte oder gar Tote gegeben. Der Kroate soll zuerst zur Pistole gegriffen und anschließend das Messer gezogen haben.
Das ist über den Verdächtigen bekannt
Der ehemalige Schüler wollte zunächst flüchten, konnte aber kurze Zeit später, 17 Minuten nach dem Amokalarm, festgenommen werden. Während der Fahndung war ein Hubschrauber im Einsatz. Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte wurden nach dem Vorfall von Kriseninterventionsteams betreut. Manche seien kollabiert, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.
Über den Verdächtigen ist inzwischen bekannt, dass er in einem Ort in der Nähe der Schule bei seinen Eltern wohnt. Er war in der Vergangenheit wegen einer psychischen Erkrankung in Behandlung und habe die Tat wohl in einer „psychischen Ausnahmesituation“ begangen, wie der deutsche Innenminister sagte. Die genauen Hintergründe waren am Mittwochabend weiter unklar.
Das Welfen-Gymnasium wird von ungefähr 800 Schülerinnen und Schülern besucht. Laut deutschen Medien hatten nicht alle den Amokalarm gleich als solchen erkannt. In der Nähe des Gymnasiums sind auch eine Realschule und eine Mittelschule.











Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.