Hochhaus stabilisiert
Projektleiter sieht „typisches Bau-Missgeschick“
Die Behörden im New Yorker Stadtteil Manhattan haben vorsichtige Entwarnung im Fall eines einsturzgefährdeten Hochhauses gegeben, das für eine Evakuierung mehrerer benachbarter Gebäude und Straßenzüge in der Nähe des UNO-Hauptquartiers gesorgt hatte. Bereits in der Nacht auf Mittwoch begaben sich wieder Arbeiter ins Innere des im Umbau befindlichen Wolkenkratzers und begannen mit Stabilisierungsarbeiten. Seitdem „bewegt er sich nicht mehr“, hieß es.
Wie berichtet, hatten sich tragende Säulen in mehreren Etagen der ehemaligen Pfizer-Zentrale verbogen. Sofort wurde Dienstagfrüh (Ortszeit) eine Evakuierung wegen akuter Einsturzgefahr angeordnet. Etwa 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes standen im Einsatz. Polizisten sperrten Straßen ab.
Die Behörden setzten eine Drohne ein, um das Ausmaß der Schäden zu begutachten. Später begaben sich Statiker in das Gebäude, um sich die Verformungen genauer anzusehen. Stunden später hieß es, dass sich das Hochhaus nunmehr nicht bewege und Pölzarbeiten zur Stabilisierung fortgesetzt werden dürfen. Diese gingen auch in der Nacht weiter.
Baumanager: „Sicherheit des Gebäudes nicht gefährdet“
Unterdessen meldete sich auch der Geschäftsführer jener Baufirma, die die ehemaligen Büroräumlichkeiten in der Pfizer-Zentrale in Luxuswohnungen umgestalten soll. Nathan Berman erklärte gegenüber Medien: „Die zusätzliche Last, die wir auf die betreffenden Etagen aufgebracht haben, führte zum Einsturz genau dieser beiden Pfeiler.“ Berman versuchte gleichzeitig zu beschwichtigen: „Es ist nichts weiter als ein typisches Bau-Missgeschick.“ Ein kleiner Teil des Wolkenkraters sei beschädigt, die Sicherheit des restlichen Gebäudes sei aber nicht gefährdet.
Clifford Johnsen von der Baugewerkschaft Steamfitters Local 638 warnte gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN dennoch: Die Bauarbeiten seien offenbar nicht richtig geplant. „Ich bin seit 21 Jahren im Baugewerbe, und ich habe noch nie einen Träger gesehen, der sich in der Mitte durchbiegt – das ist hochgradig gefährlich“, so Johnsen.










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