Lebten in Kot

Katastrophale Zustände: 39 Rassehunde gerettet

Kärnten
01.04.2026 07:37

Polizisten, Tierrettung und Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt holten am Dienstag insgesamt 39 Australian Shepherd aus einem Haus im Bezirk Klagenfurt Land. Es herrschten katastrophale Zustände.

Zur behördlichen Abnahme sind Vertreter der Polizei zu den Züchtern, einem Ehepaar, am Dienstagvormittag gefahren, um eigentlich nur 13 Hunde mitzunehmen. Denn zuvor entdeckte die Amtstierärztin im Kot von einem schon verkauften Tier Parasiten. Der Besitzer erstattete Anzeige.

„Wenn Parasiten im Kot vorgefunden werden, ist es oft der Fall, dass die Tiere unter unhygienischen Bedingungen gehalten werden“, erklärt Jutta Wagner, Leiterin der Tierschutzombudsstelle. Und das bemerkte die Behörde auch schnell, als sie im Haus der Züchter ankamen. Aufgrund der katastrophalen Zustände verschafften sie sich Zutritt zu weiteren Räumen des Hauses und entdeckten noch weitere Tiere, von denen die Behörde vorerst gar nichts wusste. „Die Dame wollte nicht, dass wir die anderen Tiere auch noch finden“, erzählt die Amtstierärztin Marie-Christin Rossmann.

Unterversorgte Hunde, darunter auch jüngere
Insgesamt hielt das Ehepaar 39 Australian Shepherd zwischen Kot, Dreck unter katastrophalen Bedingungen. „Es war so schlimm, als wir in das Haus gegangen sind. Überall lag Kot und Urin und die Hunde hatten rote Augen“, ist Jutta Wagner betroffen. Auch die Mitarbeiter des TiKos waren schockiert: „Die Wände waren durchgehend mit Urin verunreinigt. Für die Hunde bedeutete das ein Leben in permanentem Schmutz und ohne Rückzugsmöglichkeiten.“ Nicht nur im Haus, sondern auch im Außenbereich in einem großen Zwinger konnten Hunde verwahrlost gefunden werden.

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Besonders Hunde der Rasse „Australian Shepherd“ brauchen viel Auslauf. Sie sind normalerweise Hütehunde mit großem Herz. 

Jutta Wagner, Leiterin der Kärntner Tierschutzombudsstelle

Die Hunde, darunter auch zwei sehr junge, waren schwer unterversorgt und wurden am selben Tag von den Züchtern weggebracht. „Die Tiere waren so durstig und extrem verdeckt“, so Wagner. Es wird vermutet, dass die Hunde bei den Züchtern nicht genug zu trinken bekommen haben. Nahezu alle Australian Shepherd zeigen deutliche Angstreaktionen, einige haben stark entzündete Augen und Juckreiz. 

Laut ihr hielt hauptsächlich eine ältere Dame die Vierbeiner. Sie war mit der Haltung komplett überfordert. Die Tiere wurden sogleich in den vier Kärntner Tierheimen Villach, Wolfsberg, Garten Eden und dem TiKo untergebracht.

(Bild: TiKo)
(Bild: TiKo)
(Bild: TiKo)
Unter den 39 Australian Shepherd befanden sich auch noch sehr junge Hunde.
Unter den 39 Australian Shepherd befanden sich auch noch sehr junge Hunde.(Bild: TiKo)
Laut den Anwesenden waren die Hunde zum Teil verängstigt.
Laut den Anwesenden waren die Hunde zum Teil verängstigt.(Bild: TiKo)
(Bild: TiKo)
Die Hunde wurden in die Kärntner Tierheime gebracht.
Die Hunde wurden in die Kärntner Tierheime gebracht.(Bild: TiKo)
(Bild: TiKo)
(Bild: TiKo)

Heute und morgen werden sie gewaschen, untersucht und von den Parasiten befreit. „Erst danach kann eingeschätzt werden, wie es ihnen gesundheitlich wirklich geht“, so das TiKo. Haben sich die Hunde körperlich erholt, werden sich die Tierpfleger mit dem Verhalten der Hunde beschäftigen.

Die Polizei ermittelt. Das Ehepaar hat mit mehreren Anzeigen zu rechnen.

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