Nach Berichten über eine möglicherweise bevorstehende Bodenoffensive der USA in Iran, kommt aus Teheran eine klare Warnung: Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, die iranischen Streitkräfte „warten auf die Ankunft amerikanischer Bodentruppen, um sie in Brand zu setzen und ihre regionalen Partner für immer zu bestrafen“.
Ghalibaf fügte hinzu: „Unser Beschuss geht weiter. Unsere Raketen sind einsatzbereit. Unsere Entschlossenheit und unser Glaube sind gewachsen.“
Pakistan bemüht sich um Vermittlung
Die Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Regionalmächte ein Treffen in Pakistan planen, um über ein Ende der Kämpfe im Nahen Osten zu beraten. Pakistan bemüht sich zwar um Vermittlung, bisher haben Washington und Teheran aber noch keine direkten Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs aufgenommen.
2500 US-Marines eingetroffen
Zeitgleich sind etwa 2500 US-Marines in der Region eingetroffen. US-Präsident Donald Trump hat bislang keinen Einsatz von Bodentruppen im Iran genehmigt. Laut „Washington Post“ sind die Pläne des Pentagons jedoch bereits weit fortgeschritten.
Trump: „Großer Tag im Iran“
Trump setzte Teheran kürzlich eine Frist bis 7. April. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident kryptisch: „Großer Tag im Iran.“ Viele lang ersehnte Ziele seien „ausgeschaltet und zerstört“ worden, „von unserem GROSSARTIGEN MILITÄR, dem besten und tödlichsten der Welt. Gott segne euch alle!“
Gegenseitige Angriffe gehen weiter
In der fünften Woche des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran verschärft sich die Lage indes weiter. Der Iran hält die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormuz weiterhin faktisch geschlossen.Israel und die USA setzen ihre Angriffe fort, erneut wird „militärische Infrastruktur“ in der iranischen Hauptstadt Teheran bombardiert, während Teheran mit Raketenangriffen auf Israel und Attacken auf Golfstaaten reagiert.
Iranischer Marine-Kommandant tot
Die vom Iran unterstützte jemenitische Houthi-Miliz ist am Wochenende mit Raketenangriffen auf Israel in den Krieg eingetreten. Kuwait meldete nach einem Angriff auf eine Energieanlage einen Toten. Und auch der Iran bestätigte die Tötung eines wichtigen Marinekommandanten. Die einflussreichen Revolutionsgarden berichteten vom „Märtyrertod“ ihres Marinekommandeurs, Konteradmiral Alireza Tangsiri.
Trump: „Würde am liebsten das Öl im Iran nehmen“
Trump würde unterdessen nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen (siehe Video unten).
US-Präsident prüft auch Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran
Und er erwägt auch im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran.Bevor Israel und die USA bereits im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfügte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig.
Ich denke, wir werden eine Einigung mit ihnen erzielen, da bin ich mir ziemlich sicher.
US-Präsident Donald Trump in Hinblick auf Kontakte zum Iran
Uran in unterirdischen Tunneln vermutet
Nach Einschätzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dürfte sich das hochangereicherte Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen Isfahan und Natanz befinden, die beide von den USA und Israel im vergangenen Juni bombardiert worden waren.
Uran als Bedingung für Kriegsende?
Trump habe seine Berater dazu ermutigt, den Iran dazu zu drängen, der Übergabe des Materials als Bedingung für ein Kriegsende zuzustimmen, zitierte das „Wall Street Journal“ eine nicht genannte Quelle. Trump habe in Gesprächen mit Verbündeten deutlich gemacht, dass die Iraner das Uran nicht behalten könnten. Er habe auch darüber gesprochen, es mit Gewalt zu beschlagnahmen, sollte der Iran nicht am Verhandlungstisch dazu einwilligen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.