Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat der Jemen israelischen Angaben zufolge eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet. Dahinter steckt die im Jemen aktive Houthi-Miliz.
Der Angriff sei eine Reaktion auf die fortgesetzte Zerstörung von Infrastruktur im Iran, im Libanon, im Irak und in den palästinensischen Gebieten, teilten die vom Iran unterstützten Islamisten am Samstag mit. Ihr Kriegseintritt droht den Konflikt weiter zu eskalieren. Israel flog indes eine neue Angriffswelle auf Teheran.
Sie hätten eine Salve ballistischer Raketen gegen „sensible militärische Ziele“ in Südisrael gefeuert, meldete der Houthi-nahe TV-Sender Al-Masirah unter Berufung auf einen Sprecher. Demnach kündigte die Miliz an, ihre Angriffe fortsetzen zu wollen, bis die „Aggression“ an allen Fronten beendet sei.
Wie die israelische Armee am Samstag mitteilte, wurde „der Abschuss einer Rakete aus dem Jemen in Richtung der israelischen Gebiete festgestellt“. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Israelischen Medienberichten zufolge konnte die Rakete mutmaßlich abgefangen werden. Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet.
Jemenitische Miliz hatte erst am Freitag Eingreifen in den Krieg angedroht
Die Houthi hatten im aktuellen Konflikt ihre „volle und unerschütterliche Solidarität“ mit Teheran angekündigt. Erst am Freitag drohte die Miliz mit einem Eingreifen seiner Kämpfer in den Iran-Krieg.
Bereits nach Beginn des durch den Hamas-Angriff auf Israel ausgelösten Gaza-Krieges am 7. Oktober 2023 hatten die Houthi Israel mit Raketen und Drohnen angegriffen. Zudem attackierten sie immer wieder Schiffe, die angeblich mit Israel in Verbindung standen. Seit Beginn einer Waffenruhe im Gazastreifen am 10. Oktober vergangenen Jahres hatten die Houthi jedoch keine Angriffe auf Israel oder auf Schiffe für sich reklamiert.
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