Hormuz-Blockade

US-Präsident spricht schon von „Straße von Trump“

Außenpolitik
28.03.2026 11:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran-Krieg stellt die Anhänger des US-Staatschefs auf eine harte Probe. Auf einem Kongress in Miami meinte der Republikaner über den Verlauf des Blutvergießens: „Sie müssen die Straße von Trump öffnen – ich meine Hormuz.“

„Entschuldigung – es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler“, stammelte Donald Trump vor dem lachenden Publikum. Und schob nach, dass die „Fake News“ berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Der 79-Jährige ergänzte: „Bei mir gibt es keine Versehen – zumindest nicht viele.“ Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.

Testfall für Trumps „Amerika zuerst“-Anhänger
Der Krieg im Nahen Osten hat jedenfalls einen Riss in Trumps MAGA-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig) erzeugt. Umfragen zufolge ist die Zustimmung zu den Angriffen auf den Iran landesweit gesunken. Prominente Vertreter des MAGA-Lagers wie die früheren Fox-News-Moderatoren Tucker Carlson und Megyn Kelly haben den Konflikt scharf kritisiert.

Immer wieder kokettierte der US-Präsident in der Vergangenheit mit der Umbenennung etwa von ...
Immer wieder kokettierte der US-Präsident in der Vergangenheit mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um.(Bild: AFP/NATHAN HOWARD)

Dagegen unterstützt die MAGA-Basis das Vorgehen. Jüngste Umfragen des Senders CBS und der Plattform „Politico“ kommen auf Zustimmungswerte von über 80 Prozent. Laut dem Umfrageinstitut Pew Research Center befürworten 69 Prozent der Wähler der Republikaner Trumps Umgang mit dem Konflikt.

Viele suchen nach Ablenkung – in New York werden die Sonnenstrahlen genossen.
Viele suchen nach Ablenkung – in New York werden die Sonnenstrahlen genossen.(Bild: EPA/OLGA FEDOROVA)

„Ich vertraue ihm zu 100 Prozent“, meint die MAGA-Anhängerin Penny Crosby in Grapevine. Trump wisse, was er tue, und er wolle die USA vor einer iranischen Atombombe schützen. Ähnlich äußert sich die 79-jährige Diane Hartgraves aus Texas. Der Iran könne „nicht verantwortungsvoll“ mit Atomwaffen umgehen, zeigte sie sich überzeugt. 

Doch es gibt auch mahnende Stimmen. Ray Myers aus der Region von Dallas unterstützt Trump zwar. Wenn sich der Konflikt in die Länge ziehe, werde das aber viele im MAGA-Lager befremden, prognostiziert er. „Wenn man einen Krieg beginnt, gibt es Risiken, und man weiß nie, was passieren kann“, so der 81-Jährige. Vor allem die steigenden Spritpreise könnten nach seinen Worten für Trump zum Problem werden. „Das ist das Barometer – die Benzinpreise“, stellt er fest.

Offene Ablehnung des Kriegs bei jungen Republikanern
Kritisch äußert sich auch der frühere Trump-Berater Steve Bannon. Er verwies in seinem „War Room“-Podcast diese Woche auf die tausenden Soldaten, die Trump derzeit zur Verstärkung in den Nahen Osten verlegen lässt. Dadurch könne der Krieg „wirklich hässlich“ werden, warnte er, vor allem im Fall einer Bodenoffensive.

Auf offene Ablehnung stößt der Krieg vor allem bei jungen Republikanern. Der 19-jährige BWL-Student Razi Marshall führte aus, der Krieg nütze „den Vereinigten Staaten in keiner Weise. Er ist in Wahrheit ein völliger Fehlschlag.“ Trumps Gerede von einem „Regimewechsel“ im Iran könne zu einem langwierigen Bodeneinsatz führen. Trump habe die Präsidentschaftswahl gewonnen, weil er gegen den Krieg im Irak gewesen sei. „Und jetzt macht er genau dasselbe, mit genau demselben Drehbuch“, ärgert sich Marshall.

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